EIA: Heizölhaushalte zahlen diesen Winter rund 21 % mehr, Gas- und Propanhaushalte weniger
Die US-Energiebehörde EIA hat am 6. Oktober ihren Winter Fuels Outlook 2026/27 zusammen mit dem Short-Term Energy Outlook (STEO) für Oktober veröffentlicht.
Heizkosten. Haushalte, die überwiegend mit Erdgas oder Propan heizen – etwa die Hälfte aller Haushalte –, sollen weniger ausgeben als im letzten Winter, Haushalte mit Strom- oder Ölheizung mehr. Heizölhaushalte, rund 3 % aller Haushalte und überwiegend im Nordosten, zahlen laut Prognose etwa 21 % mehr für Brennstoff: Die Heizölpreise sollen um mehr als 30 % steigen, teilweise ausgeglichen durch mildere Witterung im Nordosten. Landesweit erwartet die EIA Wintertemperaturen wie im letzten Winter und im Zehnjahresschnitt; ein starker El Niño könne das ändern.

Warum Heizöl. „Die Destillatmärkte bleiben angespannt“, sagte EIA-Chef Tristan Abbey. Die Destillatbestände an der Ostküste lagen im September 32 % unter dem saisonalen Fünfjahresschnitt und sollen den Winter über 20 bis 30 % darunter bleiben. Diesel kostete im September im Schnitt 6,29 Dollar je Gallone und soll im Oktober über 6 Dollar bleiben.
Öl. Brent kostete im September durchschnittlich 114 Dollar je Barrel, 23 Dollar mehr als im August. Für das vierte Quartal erwartet die EIA 105 Dollar, 14 Dollar mehr als im Vormonat prognostiziert, weil Störungen im Nahen Osten die globalen Lagerbestände abbauen; 2027 dann 84 Dollar, wenn die Ströme sich erholen. Die Produktionsausfälle im Nahen Osten sollen von 4,5 Millionen Barrel pro Tag im vierten Quartal 2026 auf 2,7 Millionen im ersten Quartal 2027 sinken, da Transits durch die Straße von Hormus und Ausweichrouten zunehmen.
Gas und Strom. Die Gasspeicher sollen 2 % über dem Fünfjahresschnitt in den Winter gehen; Henry Hub wird für 2027 bei 3,16 Dollar je MMBtu erwartet, 9 % unter 2026. Großhandelsstrom soll 2026 im Schnitt 52 Dollar je MWh kosten, 11 % mehr als 2025, mit einem Plus von 41 % in PJM und einem Minus von 23 % in Mid-Columbia; die Rekordhitze im Sommer hob den Verbrauch im dritten Quartal um 4 %.