APS erwartet doppelten Absatz in Arizona bis 2041, Kohlekraftwerk Four Corners bis 2038
Arizona Public Service hat am 30. Oktober einen integrierten Ressourcenplan bei der Arizona Corporation Commission eingereicht, berichtete Utility Dive. Der größte Versorger des Bundesstaats erwartet, dass sich der Absatz in 15 Jahren etwa verdoppelt, von rund 34.200 GWh 2025 auf rund 80.600 GWh 2041, und dass die Spitzenlast nach Kundenprogrammen wie Lastmanagement um etwa 3,4 % pro Jahr wächst. 2041 soll sie über 14,5 GW liegen, fast 60 % über dem im August erreichten Rekord von rund 9,2 GW. Treiber sind große Industrie- und Rechenzentrumskunden.
Der bevorzugte Plan lässt das Kohlekraftwerk Four Corners in New Mexico über die geplante Stilllegung 2031 hinaus laufen, möglicherweise bis 2038; APS zufolge könnte das Kunden fast 1 Milliarde Dollar sparen, das genaue Datum fällt in späteren Planungen. Bis 2029 sollen 2.000 MW Solar und 2.500 MW Speicher ans Netz, bis 2036 kommen 4.000 MW Gas hinzu, darunter die Umrüstung des Kraftwerks Cholla auf 387 MW bis 2030, 1.107 MW neue Gasturbinen und Leistungserhöhungen 2026 bis 2030 sowie das GuD-Kraftwerk Desert Sun mit 1.238 MW im Jahr 2032 für Großkunden.
Die Prognosen für Elektroautos und Dach-Solar senkte APS um 18 % und 30 %, Speicher bei Kunden könnten bis 2045 1,2 GW erreichen. Gegen das Risiko großer Lasten, die nie kommen, verlangt APS nach eigenen Angaben Mindestabnahmen, Sicherheiten und Ausstiegsgebühren.
Der Sierra Club Grand Canyon Chapter kritisierte, der Plan verzögere den Wechsel von Gas und Kohle zu Solar und Wind; Vote Solar bemängelte, dezentrale Ressourcen wie Dach-Solar und Batterien seien nicht berücksichtigt.

Was das bedeutet
Die Nachfrage von Rechenzentren reicht inzwischen weit genug in den Planungshorizont, um ein Kohlekraftwerk offen zu halten. Die Vertragsabsicherungen, die APS beschreibt, werden andere Versorger mit spekulativer Last übernehmen.