Renalfa IPP und Eurowind eröffnen Tenevo in Bulgarien: 242 MWp Solar, 772,5 MWh Batterien
Renalfa IPP und der dänische Entwickler Eurowind haben den Hybridkomplex Tenevo in der Gemeinde Tundscha im Südosten Bulgariens eingeweiht, berichtete Energy-Storage.news. Den kommerziellen Betrieb gaben die Unternehmen am 30. September bekannt.
Was dort steht. Eine Solaranlage mit 242 MWp und Batteriespeicher am selben Standort mit zusammen 311 MW und 772,5 MWh. Die Solaranlage ging im ersten Quartal 2026 in Betrieb; zu diesem Zeitpunkt lief bereits der erste Speicher mit 65 MW und 260 MWh. Zwei weitere Phasen folgten, mit 144 MW und 300 MWh sowie mit 102 MW und 212,5 MWh. Zusätzlich planen die Unternehmen 250 MW Windkraft am Standort, nannten dafür aber keinen Zeitplan.
Wem es gehört. Tenevo Solar Technologies, einer Projektgesellschaft von Eurowind und Renalfa IPP. Renalfa IPP ist selbst ein Gemeinschaftsunternehmen der österreichischen Renalfa Solarpro Group und des französischen Vermögensverwalters RGreen Invest. Die Partner beschreiben das Projekt als Teil einer Strategie, vorhandene Netzanschlüsse durch Hybridisierung bestmöglich zu nutzen. Renalfa-Solarpro-Gründer Ivo Prokopiev nannte Tenevo die erste steuerbare erneuerbare Anlage dieser Größe in Europa.
Das Land drumherum. Bulgarien hatte Anfang September rund 5,4 GW Batteriespeicher in Betrieb, entsprechend 22,8 Prozent seiner installierten Kraftwerksleistung – laut dem Bericht der höchste Anteil weltweit. Kalifornien kommt zum Vergleich auf etwa 16 GW oder 14,9 Prozent, China auf etwa 150 GW oder 3,7 Prozent. Nach einer Untersuchung der Denkfabrik Ember installierte Bulgarien 2025 genug Batterien, um 77 Prozent seiner neu gebauten Solarleistung zeitlich zu verschieben, knapp vor Chile mit 76 Prozent. Das Wachstum gelang trotz politischer Turbulenzen und wurde teilweise mit Mitteln aus dem EU-Aufbaufonds gefördert.

Was das bedeutet
Tenevo zeigt das Muster hinter Bulgariens Zahlen: Knapp ist der Netzanschluss, und hinter ihm werden Batterien stufenweise ergänzt, bis sich der Solarstrom in den Abend verschieben lässt. Projekte dieser Art konkurrieren in denselben Abendstunden – je mehr es davon gibt, desto kleiner wird die Preisspanne, die jede neue Batterie verdienen kann.