Maharashtra will Batterien für neue Wind- und Solaranschlüsse vorschreiben
Die Maharashtra Electricity Regulatory Commission hat vorgeschlagen, Batteriespeicher zur Bedingung für den Netzanschluss neuer Wind- und Solarprojekte im indischen Bundesstaat zu machen, berichtet Energy-Storage.news. Die Vorgabe ist Teil einer umfassenden Überarbeitung der Übertragungs- und Netzzugangsregeln, veröffentlicht als Entwurf der Intra-State Transmission Connectivity and General Network Access Regulations, 2026.
Antragsteller, die schwankende erneuerbare Erzeugung anschließen, müssten Speicher installieren, die eines von zwei Kriterien erfüllen: mindestens 50 % der beantragten Anschlussleistung mit mindestens zwei Stunden Entladedauer oder mindestens 25 % Leistung mit vier Stunden. Zudem legt der Entwurf eine nutzbare Mindestspeicherkapazität von 1 MWh je MW genehmigter Anschlussleistung für Anträge bis 2030 fest, danach 2 MWh je MW.
Die Regeln sollen mit Veröffentlichung der endgültigen Fassung gelten und auch für laufende Anträge greifen, die noch keine Grundsatzgenehmigung haben. Hybridprojekte am selben Standort könnten Anschlussleistung in Höhe der größten Einzelkapazität beantragen, Erzeugung oder Speicher; Hybride an getrennten Standorten bräuchten je Anschlusspunkt einen eigenen Antrag. Inhaber könnten mit vorheriger Genehmigung Erzeugung oder Speicher innerhalb ihrer genehmigten Leistung ergänzen.
Veröffentlicht wurden die Entwürfe zusammen mit Regeln zu Speichern, Dachanlagen, Prognose und Fahrplänen, Quoten für erneuerbaren Strom und dem Grid Code des Bundesstaats, um den Markt an Maharashtras Politik für erneuerbare Energien und Speicher 2025-26 bis 2035-36 anzupassen. Ende August 2026 hatte der Bundesstaat laut dem indischen Ministerium für erneuerbare Energien 20,40 GW Solar und 6,45 GW Wind bei insgesamt 33,28 GW erneuerbarer Leistung. Laut Artikel haben auch Rajasthan, Kerala und Tamil Nadu Speicherregeln eingeführt.

Warum das wichtig ist
Wer Batterien an das Recht auf Netzanschluss knüpft, macht Speicher von einer freiwilligen Investition zu einem Kostenbestandteil jedes Erneuerbaren-Projekts. Heikel ist die Anwendung auf laufende Anträge: Entwickler in der Warteschlange müssen womöglich Projekte umplanen, die sie ohne Speicher kalkuliert haben.