Indien beschließt 19,3-Mrd.-Netzprogramm mit erstem 50-GWh-Batteriebudget
Indiens Kabinett hat 1,86 Billionen Rupien, rund 19,3 Milliarden Dollar, für die dritte Phase des Green Energy Corridor genehmigt, berichtet Energy-Storage.news. Erstmals enthält das Programm einen eigenen Speicherteil: 500 Milliarden Rupien, rund 5,2 Milliarden Dollar, für 50 GWh Batteriespeicher, dazu 1,37 Billionen Rupien für Übertragungsnetze innerhalb der Bundesstaaten.
Der Netzanteil soll bis zum Haushaltsjahr 2032-33 bis zu 135 GW erneuerbare Leistung über Bundesstaaten und Unionsterritorien hinweg abführen. Die Batterien sollen bei Entwicklern und Erzeugern erneuerbarer Energie sowie an anderen strategisch wichtigen Netzpunkten stehen, um Schwankungen, Netzengpässe und Abregelung zu Spitzenzeiten abzufangen und erneuerbaren Strom in die Abendstunden zu verschieben, in denen die Nachfrage hoch bleibt. Details zu Technik, Speicherdauer oder Vergabe nennt die Regierung nicht; rechnerisch ergibt das Budget rund 10 Millionen Rupien je MWh geplanter Kapazität.
Begründet wird das mit der Abregelung. Laut Regierung waren im Haushaltsjahr 2026 rund 6.900 GWh sauberen Stroms eingeschränkt, weil der Netzausbau mit dem Zubau nicht Schritt hielt. Zwischen April und Juni, als die Spitzenlast mit 270 GW einen Rekord erreichte, regelten Netzbetreiber 8.133 GWh Solarstrom wegen Netzengpässen und Anforderungen der Netzsicherheit ab, teilte das Ministerium für erneuerbare Energien im Juli dem Parlament mit. JMK Research beziffert die Abregelung schwankender Erneuerbarer im zweiten Quartal 2026 auf 1.874 Millionen Einheiten, 558,5 % mehr als im ersten Quartal.

Warum das wichtig ist
Indien baut Solaranlagen schneller als die Leitungen, die den Strom abtransportieren, und die Verluste sind inzwischen groß genug, um Speicher als Netzinfrastruktur statt als Projektzusatz zu rechtfertigen. Wie die 50 GWh vergeben werden und mit welcher Speicherdauer, entscheidet, ob sie die Abendspitze entlasten oder nur den Mittagsüberschuss.