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ESR übernimmt Aquila Clean Energy APAC mit 1,6-GW-Portfolio

ESR, ein Eigentümer und Verwalter von Logistikimmobilien und Rechenzentren mit Sitz in Singapur, hat vereinbart, Aquila Clean Energy APAC vollständig von der Hamburger Aquila Group zu übernehmen. Die Plattform entwickelt, besitzt und betreibt Solar-, Batteriespeicher- und Windprojekte und hält ein Portfolio von 1,6 GW an Anlagen in Betrieb, im Bau und in fortgeschrittener Entwicklung in Australien, Neuseeland, Südkorea, Japan und Taiwan. Laut Energy-Storage.News wird der Abschluss bis zum ersten Quartal 2027 erwartet, vorbehaltlich üblicher Bedingungen und behördlicher Genehmigungen. Ein Preis wurde nicht genannt.

ESR begründet den Kauf mit Konvergenz. Präsident Phil Pearce sagte, die Nachfrage nach Logistikinfrastruktur, Rechenzentren und Strom sei zunehmend miteinander verflochten; Apurv Choudhary, bei ESR für Infrastruktur zuständig, kündigte an, die Plattform deutlich auszubauen und dabei auf Renditen zu achten. Zu Aquilas jüngsten Projekten in der Region gehört die im Juli in Betrieb genommene 38-MW-Solaranlage Omeheu in der neuseeländischen Bay of Plenty sowie eine neuseeländische Pipeline von rund 580 MW mit Wind- und Batterieprojekten in Entwicklung.

Derselbe Bericht erinnert an Aussagen von Thomas Schmitz, bei Aquila Clean Energy APAC für Energiemärkte zuständig, auf einem Branchentreffen in Australien im vergangenen Monat. Die Erlöse von Batterien im National Electricity Market seien gesunken, weil sich die Preisspreads verengt hätten, und Entwickler, deren Finanzmodelle auf Kohleausstiege gesetzt hatten, trügen nun die Folgen der Verzögerungen.

ESR übernimmt Aquila Clean Energy APAC mit 1,6-GW-Portfolio
ESR übernimmt Aquila Clean Energy APAC mit 1,6-GW-Portfolio — Grid Brief

Was das bedeutet

Wenn ein Vermieter von Rechenzentren und Logistikflächen einen Erneuerbaren-Entwickler kauft, setzt er auf die Nachfrage seiner eigenen Mieter: Stromversorgung wird Teil dessen, was ein Rechenzentrumsstandort bieten muss. Zugleich bringt er eine Bilanz in ein Geschäft, in dem - wie Aquilas eigener Manager beschrieb - die Markterlöse von Batterien schwerer vorherzusagen sind.

Die Aussagen von Schmitz sind der nützliche Kontext. Eine Batterie verdient an Preisspreads, und die hängen davon ab, was sonst im System ist. Kommen die Stilllegungen, die ein Modell angenommen hat, später, kommen auch die Spreads später, für die die Batterie gebaut wurde. Eigentümer mit eigener langfristiger Nachfrage können diese Unsicherheit besser tragen als ein eigenständiger Entwickler.

Geschrieben von Victoria Shinder.