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Ofgem will 3.000 Pfund je MW für Warteschlangenplätze verlangen

Die britische Regulierungsbehörde Ofgem hat am 17. September mitgeteilt, dass sie die Codeänderung CMP470 zu genehmigen gedenkt. Sie führt eine Oversubscribed Technologies Commitment Fee in den britischen Netzanschlusscode ein — eine Gebühr für Technologien, deren Kapazität in der Anschlusswarteschlange das staatliche Ausbauziel deutlich übersteigt. Stellungnahmen nimmt die Behörde bis zum 1. Oktober, 17 Uhr, entgegen; ausdrücklich angesprochen sind Projektentwickler, Erzeuger, Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber sowie der Systembetreiber NESO. Konsultationspapier und Folgenabschätzung stehen unter https://www.ofgem.gov.uk/consultation/connection-and-use-system-code-cusc-cmp470-introducing-oversubscribed-technologies-commitment-fee-otcf.

Betroffen sind heute faktisch nur Batteriespeicher. Der Fachpresse zufolge, die das Konsultationspapier ausgewertet hat, beginnt die Sicherheitsleistung bei 3.000 Pfund je MW und steigt auf höchstens 25.000 Pfund je MW, solange die Warteschlange überzeichnet bleibt. Eingebracht wurde die Änderung im März vom Entwickler Field Energy; in Kraft träte sie voraussichtlich im Juli 2027.

Die Zahlen dahinter sind eindeutig. Die Anschlussreform des Vorjahres hatte bereits rund 40 Prozent der netzgekoppelten Batterieleistung aus der Warteschlange entfernt. Danach stehen immer noch etwa 83 GW priorisiert in der neuen Warteschlange, zusätzlich zu 7 GW im Betrieb. NESO selbst beziffert den Bedarf für das Ziel eines sauberen Stromsystems 2030 auf 24 GW und für 2035 auf rund 29 GW. Auch nach der Bereinigung enthält die Warteschlange also das Dreifache dessen, was der Systembetreiber für das Jahrzehnt veranschlagt.

Ofgem will 3.000 Pfund je MW für Warteschlangenplätze verlangen
Ofgem will 3.000 Pfund je MW für Warteschlangenplätze verlangen — Grid Brief

Was das bedeutet

Bepreist wird nicht der Speicher, sondern die Option. Ein Anschlussantrag war bisher nahezu kostenlos zu halten und wertvoll zu besitzen — genau die Konstellation, die eine Warteschlange erzeugt, der niemand glaubt. Eine Sicherheitsleistung je Megawatt macht aus der kostenlosen Option laufende Kosten. Wer Kapazität hält, ohne bauen zu wollen, zahlt künftig dafür, dass er jemanden blockiert, der bauen will.

Zur Debatte stehen die Ränder, nicht das Prinzip. Die Varianten, die Ofgem selbst aufwirft — Deckelung auf die bereits bestehende maximale Sicherheitsleistung, Freigabe mit Baubeginn, Streichung der Ausnahme für bestimmte Hybridprojekte — setzen die Gebühr voraus. Wer das Instrument als solches ablehnt, hat dafür elf Tage, und die Formulierung „minded to approve" sagt, wohin die Reise geht.

Und die Last verteilt sich ungleich. 25.000 Pfund je MW sind bei einem 100-MW-Projekt 2,5 Millionen Pfund hinterlegtes Kapital für ein Vorhaben, das womöglich noch Jahre von der Finanzierung entfernt ist. Eine Konzernbilanz trägt das; ein spezialisierter Entwickler muss es finanzieren, und diese Finanzierung wird Teil der Projektkosten. So erkaufte Disziplin in der Warteschlange wirkt — sie selektiert aber ebenso nach Bilanz wie nach Bauabsicht.

Die Auswertung mit den Gebührensätzen findet sich unter https://www.pv-magazine.com/2026/09/19/uk-regulator-plans-bess-fees-to-cut-grid-connection-queue/.

Geschrieben von Victoria Shinder.