Longi zeigt Rückkontaktmodule Hi-MO X12 bis 690 W mit leitfähiger Rückseitenfolie
Longi hat seine Serie Hi-MO X12 mit Rückkontakt-Solarmodulen auf der All Energy Australia 2026 am 28. und 29. Oktober in Melbourne vorgestellt, berichtete pv magazine am 2. November. Die Module zielen auf Dächer von Haushalten sowie Gewerbe und Industrie und nutzen die Zellen der Technologie Hybrid Passivated Back Contact (HPBC) 2.0.
Die wichtigste Änderung ist die Verschaltung. Statt gelöteter Bändchen verbinden sich die Zellen direkt mit einer integrierten leitfähigen Rückseitenfolie, deren Metallfolienleiter in der rückseitigen Einkapselung liegen. Laut Longi entfallen so mehr als 15.000 mögliche Fehlerstellen an Lötverbindungen pro Modul, und der stromführende Querschnitt wächst um 85 %, was 6 bis 8 W bringe. Eine zweite Neuerung, von Longi Full-Screen Technology genannt, kombiniert überlappend angeordnete Zellen mit verdeckten Sammelschienen und soll inaktive Fläche und Verschattung verringern, nach Herstellerangaben für weitere 8 bis 12 W.
Das größere Modul LR7-72WVD für Gewerbedächer leistet laut Longi 660 bis 690 W bei einem Wirkungsgrad von über 25,54 %. Das kleinere LR7-54WVD mit 108 Zellen gibt es in vier Klassen von 495 bis 510 W bei 24,25 bis 24,99 %; das Datenblatt nennt 1.800 × 1.134 × 30 mm, 23,5 kg, einen Temperaturkoeffizienten von -0,26 % pro Grad, 1.500 V maximale Systemspannung und Hagelfestigkeit bis 25-mm-Körner bei 23 m/s.

Was das bedeutet
Die Leistungswerte sind Herstellerangaben; spannender ist die Aussage über Ausfallarten. Longis Argument lautet: weniger Lötstellen, weniger mögliche Fehlerpunkte. Hält das Folienkonzept, zeigt sich sein Wert in Jahren Ertrag statt in Watt auf dem Typenschild, und belegen können das erst unabhängige Zuverlässigkeitstests.