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Studie aus Adelaide: ab wenigen Kilowatt gehoeren Module nach Ost-West

Forschende der Universitaet Adelaide argumentieren, dass eine Ausrichtung von Dachsolaranlagen nach Osten und Westen statt nach Norden australischen Haushalten erlaubt, mehr des selbst erzeugten Stroms zu nutzen und das Netz zu entlasten. pv magazine berichtete ueber die Studie am 23. September 2026.

Ausgangspunkt ist ein Missverhaeltnis. Kirrilie Rowe und Peter Pudney weisen darauf hin, dass ein typisches Wohnlastprofil morgens und staerker noch am spaeten Nachmittag oder Abend Spitzen hat, waehrend zum Aequator ausgerichtete Module mittags am meisten liefern. Unterschiedliche Ausrichtungen koennen die Luecke zwischen Last und Erzeugung verkleinern und unerwuenschte Mittagseinspeisung verringern.

Der Befund ist beziffert: unterhalb von rund 1,4 kW bei Einzelhaeusern und 1 kW bei Wohnungen maximiert die Nordausrichtung die jaehrliche Eigenversorgung. Darueber wird die optimale Ausrichtung zunehmend oestlich und westlich.

Die Daten stammen aus mehr als 70 Einzelhaeusern und einem Haus mit 42 Wohnungen ueber drei Jahre, alle in Suedaustralien — wo Solar und Wind mehr als 70 Prozent der Jahreserzeugung liefern und ueber 54 Prozent der Haeuser Dachsolar haben. Die verbreitete PV hat die Mittagsnachfrage gesenkt, waehrend der Verbrauch morgens und nachmittags bleibt, was ausgepraegte Spitzen erzeugt; hohe Mittagserzeugung und Einspeisung koennen die Netzspannung ueber zulaessige Grenzen treiben, weshalb der Verteilnetzbetreiber die Einspeisung aus Wohngebaeuden begrenzt hat.

Studie aus Adelaide: ab wenigen Kilowatt gehoeren Module nach Ost-West
Studie aus Adelaide: ab wenigen Kilowatt gehoeren Module nach Ost-West — Grid Brief

Was das bedeutet

Das Ergebnis kehrt die uebliche Empfehlung um, und handlungsfaehig macht es der Schwellenwert. Den Jahresertrag zu maximieren und die Eigenversorgung zu maximieren sind verschiedene Ziele; sie wiesen nur so lange in dieselbe Richtung, wie Anlagen klein genug waren, dass alles Erzeugte auch verbraucht wurde. Oberhalb weniger Kilowatt ist der Ueberschuss das Problem, und ein geringerer Gesamtertrag zur richtigen Stunde schlaegt einen hoeheren, der weder genutzt noch eingespeist werden kann.

Vor der Uebertragung der Zahl ist die Zielfunktion zu pruefen. Diese Haushalte stossen an Einspeisegrenzen und auf eine Tarifstruktur, in der Mittagsstrom wenig wert ist. Wo Einspeisung nahe am Endkundenpreis verguetet wird und das Netz frei ist, bleibt der Jahresertrag das richtige Ziel — und Norden gewinnt weiterhin.

Fuer alle anderen ist Suedaustralien der nuetzliche Teil: Mit 70 Prozent Wind und Sonne und Solaranlagen auf der Haelfte der Haeuser herrschen dort die Bedingungen, auf die andere Netze zulaufen. Die Ausrichtungsfrage stellt sich, wenn die Aufnahmefaehigkeit bindet — nicht wenn der Anteil abstrakt hoch ist.

Geschrieben von Victoria Shinder.