Berkeley Lab: 2025 hatte jede dritte neue Solaranlage auf US-Wohnhäusern einen Speicher
Mehr als ein Drittel der neuen Solaranlagen auf US-Wohnhäusern im Jahr 2025 wurde mit einer Batterie installiert. Das geht aus der jüngsten Aktualisierung der Daten des Lawrence Berkeley National Laboratory zu dezentraler Solarenergie und Speichern hervor, über die pv magazine am 3. Oktober berichtete. Die Kopplungsquote lag bei 37 Prozent, nach 25 Prozent im Jahr 2024.
Der Datensatz. Er umfasst rund 5,3 Millionen dezentrale Solar- und Solar-plus-Speicher-Anlagen, die bis Ende 2025 installiert wurden, darunter etwa 450.000 aus dem Jahr 2025. Das entspricht nach Schätzung von Berkeley Lab 93 Prozent des US-Marktes für dezentrale Solarenergie in jenem Jahr.
Kalifornien und der Rest. In Kalifornien hatten 2025 74 Prozent der neuen Wohnanlagen einen Speicher, nach 58 Prozent im Vorjahr. Der Bundesstaat wechselte im April 2023 zu seinem Net Billing Tariff, oft NEM 3.0 genannt. Er senkte den Wert des Stroms, den neue Dachanlagen in vielen Stunden einspeisen, und machte das Speichern der Mittagsproduktion attraktiver. Außerhalb Kaliforniens war der Wandel relativ gesehen schneller: In den übrigen Bundesstaaten des Vergleichs stieg die Quote von 7 auf 17 Prozent. Berkeley Lab hob starke Zuwächse in Arizona und Texas hervor; die höchsten Quoten haben weiterhin Hawaii und Kalifornien. Einen einzelnen Grund für den Anstieg außerhalb Kaliforniens nannte das Labor nicht.
Mehr Leistung, nicht größere Batterien. Die mittlere Heimbatterie speicherte in beiden Jahren 13,5 kWh. Die mittlere Entladeleistung, also die Leistung, die eine Batterie auf einmal abgeben kann, stieg von 6 auf 11,4 kW. Berkeley Lab führt das vor allem auf die stärkere Verbreitung der Tesla Powerwall 3 zurück.
Gewerbedächer hinken hinterher. Bei Solaranlagen außerhalb von Wohngebäuden lag die Quote 2025 bei 11 Prozent, nach 7 Prozent. In Kalifornien stieg sie dort von 12 auf 18 Prozent, im Rest des Landes von 4 auf 8 Prozent.
Was die Zahlen nicht erfassen. Gezählt werden nur Batterien, die zusammen mit einer neuen Solaranlage installiert wurden. Nachgerüstete Speicher und reine Heimbatterien ohne Solaranlage fehlen. Die Zahlen zeigen also, wie oft Installateure beides kombinieren, nicht den gesamten Zubau an Heimspeichern.

Was das bedeutet
Die Einspeisetarife wirken wie beabsichtigt: Wenn das Netz für Mittagsstrom wenig zahlt, wird aus dem Verkauf einer Solaranlage zunehmend der Verkauf von Solaranlage plus Batterie. Für Verteilnetzbetreiber zählt der Sprung bei der Entladeleistung so viel wie der Anteil. Haushalte, die 11 kW auf einmal liefern können, sind eine größere Ressource für virtuelle Kraftwerke – und ein größerer Lastsprung, wenn alle auf dasselbe Preissignal reagieren.