Vier US-Senatoren legen überparteiliches Genehmigungsgesetz für Rechenzentren, Netze und Kraftwerke vor
Vier US-Senatoren, zwei Republikaner und zwei Demokraten, haben am 4. Oktober den Bipartisan American Affordability and Jobs Act of 2026 eingebracht, berichtete Energy-Storage.news am Folgetag. Der Entwurf umfasst mehr als 400 Seiten.
Was er vorsieht. Schnellere Genehmigungen und Umweltprüfungen für Energieprojekte – für Rechenzentren, Netzinfrastruktur sowie erneuerbare und fossile Anlagen. Betreiber von Rechenzentren sollen außerdem die Übertragungskosten tragen, die ihre Anlagen verursachen.
Die Begründung der Initiatoren. Senator Martin Heinrich (Demokrat, New Mexico) sprach von der Chance, „mehr Erzeugung zu bauen, unser Netz auszubauen, mehr Jobs zu schaffen, Energiekosten zu senken“. Senatorin Shelley Moore Capito (Republikanerin, West Virginia) sagte, das Gesetz werde die Fähigkeit des Landes, seine Wirtschaft mit Energie zu versorgen, grundlegend verändern und dabei Land, Wasser und Tierwelt schützen.

Geteilte Reaktionen.
- Sierra Club: prüft das Paket noch, befürchtet aber, dass es Öl- und Gasinfrastruktur beschleunigt und „nicht garantieren kann, dass tatsächlich mehr Wind- und Solarprojekte gebaut werden“, solange die Regierung sie blockiert.
- SEIA (Solarbranche): begrüßt den Entwurf als überparteiliches Handeln, um die Nachfrage zu decken und mehr Solar und Speicher zu bauen.
- Crux (Finanzierung sauberer Energie): nennt ihn einen entscheidenden Schritt; eigene Analysen zeigten, dass das heutige Genehmigungsverfahren den Ausbau bremst und verteuert.
- E2 (Unternehmensverband): will eine Reform, die Leitungen baut, und fordert zugleich ein Ende der Blockaden der Regierung bei Genehmigungen für saubere Energie.
Die Einbringung ist der erste Schritt; der Entwurf muss noch Ausschuss und beide Kammern passieren.