Thailand macht seinen Standard für Solarmodule Pflicht, IEC-Prüfungen zählen
Thailands Kabinett hat einen Verordnungsentwurf gebilligt, der kristalline Silizium-Solarmodule dem Thai Industrial Standard (TIS) unterwirft, berichtete pv magazine am 6. Oktober unter Berufung auf eine Mitteilung der Regierung.

Was die Verordnung regelt.
- Module müssen die TIS-Regeln erfüllen, die Stromschlag, Leckströme, Überhitzung und Brand verhindern sollen.
- Hersteller und Importeure brauchen eine Lizenz nach dem Industrial Product Standards Act.
- Händler dürfen nur lizenzierte Produkte verkaufen, die dem Standard entsprechen — damit sollen minderwertige Module aus Produktion und Import herausgehalten werden.
- Sie tritt am Tag nach der Veröffentlichung in der Royal Gazette in Kraft.
Die Kostenfrage. Die Minister versichern, der Standard bringe keine zusätzlichen Schritte, Kosten oder Verzögerungen beim Import. Das Thai Industrial Standards Institute (TISI) erklärt, wie: Erfüllt ein Importprodukt bereits die Normen der International Electrotechnical Commission (IEC), können die IEC-Prüfergebnisse zur TIS-Registrierung eingereicht werden, ohne weitere Prüfung, in höchstens fünf Tagen. Das TISI bereitet nach eigenen Angaben für diesen Monat 279 Importlizenzen für IEC-konforme Module vor.
Was das bedeutet. Für etablierte Anbieter mit IEC-Zertifizierung ist die Änderung vor allem Papierarbeit mit kurzer Frist; für Billigmodule ohne anerkannte Prüfberichte schließt sie den thailändischen Markt.