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Pacific Power: Neue Rechenzentren in Oregon zahlen, was sie brauchen

Pacific Power, der zweitgrößte private Versorger in Oregon, hat zugestimmt, die Kosten neuer Erzeugung und Infrastruktur für Rechenzentren direkt deren Betreibern zuzuweisen. Die Einigung kam nach monatelangen Verhandlungen mit den Mitarbeitern der Oregon Public Utility Commission, dem Citizens' Utility Board sowie mehreren Umwelt- und Bürgergruppen zustande, wie der Oregon Capital Chronicle berichtet. Die dreiköpfige Kommission soll am 13. November darüber entscheiden.

Die Einigung setzt Oregons POWER Act um, der die Monopolversorger des Bundesstaats verpflichtet, eine eigene Tarifklasse für Rechenzentren zu schaffen, damit andere Kunden deren Nachfrage nicht subventionieren. Nach dem Vorschlag von Pacific Power zahlen neue Rechenzentren für alle neuen Erzeugungs- und Speicherprojekte, die für ihre Versorgung nötig sind, einschließlich Kraftwerken und Batterien, auch wenn diese auch anderen Kunden nützen; für Netzausbau, der für sie erfolgt; für Leitungen und Masten, die ihren Strom liefern; und für Energie, die für sie am Markt gekauft wird. Gemeinsam genutzte Übertragungsleitungen werden nach Last geteilt: Im Beispiel des Citizens' Utility Board zahlt ein 50-MW-Rechenzentrum, das mit anderen Kunden an einer 100-MW-Leitung hängt, die Hälfte.

Das Citizens' Utility Board nannte die Einigung die stärkste eines gewinnorientierten Versorgers unter dem Gesetz. Seine Sprecherin erwartet, dass die Data Center Coalition, die Tech-Unternehmen vertritt, Rechtsmittel einlegt. Portland General Electric verteilt die Kosten nach seinem im Juli genehmigten Ansatz danach, wie stark jede Klasse die Spitzenlast erhöht; die Tarife für Rechenzentren stiegen dadurch um fast 30 Prozent. Laut Bericht haben beide Versorger die Tarife seit 2020 um rund 50 Prozent erhöht, während Rechenzentren auf fast ein Viertel des Stromabsatzes im Bundesstaat wuchsen.

Pacific Power: Neue Rechenzentren in Oregon zahlen, was sie brauchen
Pacific Power: Neue Rechenzentren in Oregon zahlen, was sie brauchen — Grid Brief

Was das bedeutet

Oregon gehört zu den ersten Bundesstaaten, die die Frage "Wer zahlt für die Last der Rechenzentren?" in eine gesetzliche Tarifklasse mit konkreten Regeln übersetzt haben. Die Fassung von Pacific Power geht weiter als die von PGE, weil sie Rechenzentren auch dann für neue Anlagen zahlen lässt, wenn andere davon profitieren - damit entfällt das Argument, ein für einen Campus gebautes Kraftwerk sei ein allgemeines Systemgut.

Die erwartete Anfechtung wird zeigen, wie weit ein Bundesstaat gehen kann. Das Ergebnis wird weit über Oregon hinaus gelesen werden, weil dieselbe Frage überall gestellt wird, wo Nachfrage von Großrechenzentren schneller kommt, als Erzeugung und Netze gebaut werden können.

Primärquelle
Oregon Capital Chronicle / States Newsroom, via Missoula Current
https://missoulacurrent.com/pacific-power-data-centers/
Geschrieben von Victoria Shinder.