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Niger und Atomic Eagle unterzeichnen Abkommen für Uranprojekt Madaouela

Die Republik Niger und Atomic Eagle haben eine Bergbaukonvention für das Uranprojekt Madaouela bei Arlit unterzeichnet, berichtet World Nuclear News. Sie besiegelt eine im August angekündigte Rahmenvereinbarung und macht den Weg für die Wiederaufnahme frei. Unterzeichnet wurde in Niamey von Firmenchef Phil Hoskins und Nigers Bergbauminister; das Abkommen gilt ab Unterzeichnung.

Damit endet ein Streit, der nach dem Putsch in Niger 2023 begann. Das Unternehmen GoviEx Uranium aus Vancouver arbeitete seit 2007 an Madaouela, führte es bis zu einer Machbarkeitsstudie Ende 2022 und investierte rund 160 Millionen Dollar. 2024 entzog die neue Regierung die Bergbaurechte. GoviEx leitete im Dezember 2024 ein internationales Schiedsverfahren nach der ICSID-Konvention ein, mit der Begründung, Niger habe die Konvention von 2007 verletzt; beide Seiten setzten das Verfahren im Januar 2025 für Verhandlungen aus. GoviEx fusionierte im November 2025 mit Tombador Iron zur in Australien notierten Atomic Eagle.

Nach der neuen Konvention gehört die Betreibergesellschaft Madaouela Mining Company SA zu 60 Prozent Atomic Eagle und zu 40 Prozent der Republik Niger und erhält die Abbaugenehmigung. Die Konvention bietet rechtliche, steuerliche und regulatorische Stabilität, schafft einen Rahmen für Finanzierung und Abnahme und hat eine anfängliche Laufzeit von zehn Jahren mit Verlängerungsmöglichkeit. Atomic Eagle wird das Schiedsverfahren beenden und hat eine erste Zahlung von 5 Millionen Dollar binnen 30 Tagen zugesagt.

Die Ressourcen von Madaouela wurden nach dem kanadischen Standard NI 43-101 auf 116,5 Millionen Pfund U3O8 geschätzt; die australische Börse behandelt das als ausländische Schätzung, und das Unternehmen will bis Ende 2026 eine Ressource nach JORC-Standard vorlegen.

Niger und Atomic Eagle unterzeichnen Abkommen für Uranprojekt Madaouela
Niger und Atomic Eagle unterzeichnen Abkommen für Uranprojekt Madaouela — Grid Brief

Was das bedeutet

Das Uranangebot konzentriert sich auf wenige Länder, und Niger gehörte dazu. Seit 2023 hat die Regierung die ausländische Beteiligung im Bergbau umgestaltet, und dieses Abkommen zeigt die Bedingungen, unter denen ein westlich verbundenes Unternehmen zurückkehren kann: ein großer Staatsanteil, eine neue Konvention und der Verzicht auf Rechtsansprüche.

Für die Brennstoffmärkte ist die Unterzeichnung ein Schritt, kein Angebot. Das Projekt braucht noch eine normgerechte Ressourcenschätzung, Finanzierung und Abnahmeverträge, bevor Uran gefördert wird. Beseitigt ist die rechtliche Unsicherheit, die diese Schritte unmöglich machte.