Japan schlägt vier Arten gewerblicher Solaranlagen vor, die nach April 2027 Förderung behalten
Japans Agentur für natürliche Ressourcen und Energie (ANRE) hat vorgeschlagen, welche gewerblichen Solarprojekte weiter Einspeiseförderung erhalten sollen, wenn neue Freiflächen-Anlagen ab dem 1. April 2027 keine Einspeisevergütung (FIT) und Marktprämie (FIP) mehr bekommen, berichtete pv magazine am 6. Oktober. Die Behörde stellte den Vorschlag Ende September einem Gremium für erneuerbare Energien vor, das dem Wirtschaftsministerium METI zuarbeitet.
Die vier Kategorien.
- Öffentliche Flächen im Besitz von Staat oder Kommunen, aber nur, wenn die öffentliche Hand sie verpachtet oder das Projekt selbst betreibt. An Entwickler verkaufte Flächen zählen nicht, weil die Aufsicht entfallen könnte.
- Projekte nach kommunalen Dekarbonisierungsplänen. Die Lage in einer Förderzone reicht nicht; nötig ist ein genehmigter regionaler Projektplan zur Dekarbonisierung.
- Solar-Carports. Die Behörde fragte das Gremium, ob die Förderung den Bau neuer eigenständiger Parkplätze anregen könnte.
- Infrastruktur: Flughäfen, Straßen, Bahnstrecken und Häfen. Stadtparks sind ausgenommen.

Wie ausgewählt wurde. ANRE prüfte 10 vorgeschlagene Kategorien nach drei Kriterien: Bedeutung für den künftigen Ausbau, Verträglichkeit mit den Gemeinden und Eignung für FIT und FIP. Für die Verträglichkeit darf ein Projekt keine neue Flächenerschließung oder größere Nutzungsänderung erfordern oder muss über die gesamte Betriebszeit unter öffentlicher Aufsicht stehen.
Was herausfällt. Industrie- und Gewerbeflächen mangels einheitlicher Definition; ehemalige Golfplätze, Skigebiete und brachliegendes Ackerland wegen Rodung, Abtrag von Oberboden und Planierarbeiten; sowie Projekte, die über die Versorgung lokaler Versorger oder Notstrom definiert sind, weil sich dieser Nutzen nicht objektiv prüfen lässt. Agri-PV wird aufs nächste Fiskaljahr vertagt, während das Agrarministerium Regeln für „wünschenswerte“ Projekte vorbereitet, darunter eine Verschattung unter 30 %.
Nächste Schritte. Zertifizierungskriterien, Aufteilung zwischen FIT und FIP, Auktionsregeln, Preise und Förderdauer gehen zwischen Oktober und Januar an die Gremien; die öffentliche Konsultation ist für Februar und März 2027 geplant.