Urenco USA startet sechste neue Anreicherungskaskade, drei Viertel von 700.000 SWU
Urenco USA hat in der sechsten Kaskade neuer Urananreicherungskapazität in seiner National Enrichment Facility in Eunice, New Mexico, die Produktion aufgenommen. Mit sechs installierten Kaskaden kann die neue Kapazität mehr als 500.000 Trennarbeitseinheiten (SWU) pro Jahr leisten.
Das Projekt. Zwischen 2025 und 2027 fügt das Unternehmen 700.000 SWU hinzu, indem es acht Zentrifugenkaskaden in ein bestehendes Gebäude am Standort einbaut. Die siebte Kaskade soll noch in diesem Jahr, die letzte im Frühjahr 2027 folgen. Die Überschrift der Mitteilung spricht von 75 Prozent Fertigstellung des laufenden Projekts.
Einordnung. Die bestehende Kapazität der Anlage beträgt 4,3 Millionen SWU pro Jahr; das deckt laut Urenco etwa ein Drittel des heutigen US-Bedarfs an schwach angereichertem Uran. Das Unternehmen bezeichnet sich als einzigen kommerziellen Großproduzenten angereicherten Urans in den USA; die Anlage ging 2010 in Betrieb, die erste Lieferung erfolgte 2012.

Der größere Plan. Ziel ist, die inländische Anreicherungskapazität in den nächsten zehn Jahren auf mehr als 7 Millionen SWU zu bringen. 2029 beginnt am Standort der Bau einer neuen Anreicherungsanlage mit 2,1 Millionen SWU; die ersten Kaskaden sollen 2032 produzieren, weitere folgen bis 2036. Ab 2027 werden zudem bestehende Kaskaden erneuert.
Was das Unternehmen zur Umsetzung sagt. Jody Blackshear, Managing Director von Urenco USA, sagt, die neue Kapazität komme „vor dem Zeitplan und im Budget“; Ziel sei, die Anreicherungsproduktion um mehr als 50 Prozent zu steigern, für Kunden mit herkömmlichen wie fortgeschrittenen Reaktoren. Urenco verknüpft die Erweiterung mit den Zielen des US-Energieministeriums, neue inländische Kapazität zu beschleunigen und die Brennstofflieferkette zu stärken.
Quelle: Urenco, „Urenco USA Completes 75% of Current U.S. Uranium Enrichment Capacity Project“ — https://www.urenco.com/news/uusa/2026/urenco-usa-completes-75-percent-of-current-us-uranium-enrichment-capacity-project