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Britische Regierung: Fusion braucht jetzt eine Industrie, mit 2,5 Mrd. Pfund

Großbritannien will seine Stellung in der Fusionsforschung in eine industrielle Basis überführen, berichtet World Nuclear News vom UK Fusion Forum der Fusion Industry Association am 15. September. David Capper, seit Juni Direktor für neue Kernenergie und Fusion im Ministerium für Energiesicherheit und Netto-Null, sagte, der Sektor bewege sich rasch von der Forschung zu einem industriellen und kommerziellen Vorhaben. „Die Aufgabe ist nicht mehr nur, die Wissenschaft zu beweisen, sondern die Industrie aufzubauen", sagte er.

Laut Capper unterstützt die Regierung Fusionsforschung und Kommerzialisierung mit mehr als 2,5 Milliarden Pfund über fünf Jahre, darunter Forschungs- und Technologieprogramme, Spezialanlagen und die Entwicklung von STEP, dem Prototypkraftwerk Spherical Tokamak for Energy Production in West Burton in Nottinghamshire. Er verwies auf mehr als 60 Jahre Forschung, öffentliche Investitionen, einen seiner Ansicht nach verhältnismäßigen Regulierungsrahmen und ein wachsendes Netz aus Entwicklern, nationalen Laboren, Ingenieurfirmen, Zulieferern, Universitäten und Investoren.

STEP soll laut Capper mehr leisten als die Technik zu demonstrieren: Es soll die Fertigungskompetenz, Lieferketten und Fachkräfte aufbauen, die kommerzielle Fusionskraftwerke später brauchen. Tim Bestwick, Chef der UK Atomic Energy Authority, argumentierte beim Forum ähnlich.

Britische Regierung: Fusion braucht jetzt eine Industrie, mit 2,5 Mrd. Pfund
Britische Regierung: Fusion braucht jetzt eine Industrie, mit 2,5 Mrd. Pfund — Grid Brief

Was das bedeutet

Neu ist die Sprache: von wissenschaftlichen Meilensteinen zu Lieferketten und Fachkräften. Der kommerzielle Zeitplan der Fusion wird weiter in Jahrzehnten gemessen, also kann Großbritannien jetzt vor allem eine Fertigungs- und Ingenieurbasis aufbauen, die nützt, gleich welches Design sich durchsetzt. Ob 2,5 Milliarden Pfund über fünf Jahre dafür reichen, hat das Forum nicht beantwortet.

Geschrieben von Victoria Shinder.