Saskatchewan plant 2.600 MW Kernkraft bis 2050, erster Großreaktor ab 2042
Die Regierung von Saskatchewan hat einen Plan veröffentlicht, der bis 2050 mindestens 2.600 MWe Kernkraftkapazität in der kanadischen Provinz vorsieht, berichtet World Nuclear News. Der Plan mit dem Titel Delivering Energy Security Through Nuclear Power ergänzt die Energiesicherheitsstrategie und den Versorgungsplan der Provinz vom Oktober 2025.
Die größte Änderung ist der Maßstab. Der Versorger SaskPower, der große Reaktortechnologien geprüft hat, beginnt mit der Planung von zwei Großreaktoren im Nordwesten der Provinz, zunächst mit dem Ziel von mehr als 2.000 MW. Der erste soll 2042 ans Netz gehen. Standorte sollen unter, wie es im Plan heißt, ernsthafter Einbindung lokaler und indigener Gemeinschaften bewertet werden.
Der Pfad mit kleinen modularen Reaktoren läuft im Südosten weiter. Nach mehreren Jahren Standortuntersuchungen hat SaskPower den Standort Rafferty bei Estevan für weitere Studien zum Einsatz von SMR ausgewählt, mit dem Ziel von mindestens 600 MW.
Der Plan sieht drei Phasen vor. 2026 und 2027 will die Provinz die Technologie für die Großreaktoren festlegen, die Planung für den Nordwesten ausrichten und die Standortsuche bei Estevan fortsetzen. Von 2027 bis 2030 folgen detaillierte Standortwahl, Einbindung der Gemeinschaften und Vorbereitung: Es sollen Standorte im Nordwesten gefunden werden, die mindestens zwei Großreaktoren aufnehmen können, und für den Südosten soll geklärt werden, welche kommerziellen, finanziellen und Marktbedingungen eine endgültige Investitionsentscheidung rechtfertigen. Genehmigung, Finanzierung und Projektentscheidungen sind ab 2030 vorgesehen.
Premier Scott Moe verwies auf die Uranvorkommen und die Fachkräfte der Provinz; der Plan setze dieses Potenzial in Taten um.

Warum das wichtig ist
Eine Provinz ohne eigenes Kernkraftwerk plant nun Großreaktoren ebenso wie SMR und versieht beide mit Jahreszahlen. Der Zeitplan ist lang; die ersten verbindlichen Festlegungen – Technologie und Standorte – fallen aber in die nächsten ein bis vier Jahre.