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NPCIL und Gujarats Staatsversorger suchen per Absichtserklärung neue Atomstandorte

Die Nuclear Power Corporation of India Limited (NPCIL) und die Gujarat State Electricity Corporation Limited (GSECL) haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um im westindischen Bundesstaat Gujarat Standorte für neue Kernkraftprojekte zu erkunden und auszuwählen, berichtete World Nuclear News.

Was die Erklärung umfasst. Laut NPCIL sieht die Vereinbarung Zusammenarbeit und Gespräche beider Organisationen vor, den Austausch relevanter Informationen, die Suche nach möglichen Standorten und die Prüfung ihrer technischen Eignung für Kernkraft. Sie nennt weder einen Standort noch einen Reaktortyp, eine Leistung oder einen Zeitplan. NPCIL bezeichnete sie in sozialen Medien als wichtigen Schritt, um Gujarats Beitrag zum indischen Atomprogramm auszuloten, und verband sie mit der Entwicklungsagenda der Regierung und dem Ziel, bis 2070 netto keine Emissionen mehr auszustoßen.

Wo Indien steht. Laut Bericht hat das Land 24 betriebsbereite Reaktoren mit knapp 8 GWe Leistung und acht weitere Einheiten mit zusammen 6 GWe im Bau. Das Ziel der Regierung sind 100 GWe Kernkraft bis 2047 – etwa das Siebenfache dessen, was heute läuft oder gebaut wird.

Warum ein Staatsversorger. Partner ist der eigene Stromerzeuger des Bundesstaats; die Suche beginnt also mit einer Organisation, die in Gujarat bereits Kraftwerksprojekte plant, und nicht mit NPCIL allein. Welche Standorte oder Anlagen GSECL einbringt, sagt die Erklärung laut Bericht nicht. Die Erklärung reiht sich in ähnliche Schritte ein, mit denen Indien seinen Atomsektor öffnet, darunter eine öffentliche Konsultation zu Ausführungsregeln seines neuen Atomgesetzes, auf die WNN neben diesem Bericht verweist.

NPCIL und Gujarats Staatsversorger suchen per Absichtserklärung neue Atomstandorte
NPCIL und Gujarats Staatsversorger suchen per Absichtserklärung neue Atomstandorte — Grid Brief

Was das bedeutet

Eine Absichtserklärung zur Standortsuche ist der erste Schritt eines Prozesses, der in Jahrzehnten gemessen wird; ihre Bedeutung liegt in der Richtung, nicht im Umfang. Das 100-GWe-Ziel lässt sich an den bestehenden Standorten allein nicht erreichen. Wie viele Bundesstaaten sich als Gastgeber neuer Anlagen anbieten, ist daher einer der deutlichsten frühen Hinweise darauf, ob das Ziel als Plan behandelt wird.