Korea genehmigt zehn weitere Jahre für Kori 3 und 4, Neustart 2027 geplant
Südkoreas Kommission für nukleare Sicherheit hat den Blöcken 3 und 4 des Kernkraftwerks Kori bei Busan zehn weitere Betriebsjahre genehmigt, berichtet World Nuclear News. Die beiden Westinghouse-Druckwasserreaktoren mit je 1.025 MWe erhielten 1984 und 1985 ihre Betriebsgenehmigung; ihre 40-jährige Auslegungslebensdauer endete im September 2024 und im August 2025, beide sind derzeit abgeschaltet. Betreiber Korea Hydro & Nuclear Power will sie im ersten Halbjahr 2027 wieder anfahren. Die Verlängerungen gelten bis September 2034 für Block 3 und bis August 2035 für Block 4.
KHNP hatte im November 2023 beantragt. Das Korea Institute of Nuclear Safety führte eine vierjährige Sicherheitsprüfung durch, ergänzt um eine Bewertung der radiologischen Umweltauswirkungen. Die Kommission erklärte, die Blöcke hätten zwar dieselbe Bauart, aber unterschiedliche Betriebs- und Wartungsgeschichten; Alterung und Restlebensdauer wurden daher getrennt bewertet.
KHNPs Präsident begründete die Entscheidung mit steigendem Strombedarf von Halbleiter- und KI-Industrie. Kori 1 wurde 2017 endgültig abgeschaltet und wird zurückgebaut; Block 2 ging im April wieder ans Netz, nachdem er seit Ablauf seiner Lizenz im April 2023 stillstand. Südkorea hat 26 betriebsfähige Reaktoren, die rund ein Drittel des Stroms erzeugen.

Was das bedeutet
Zwei seit über einem Jahr stillstehende Reaktoren kehren als rund 2 GW gesicherte Leistung zurück, ohne Neubau. Das Muster in Kori — Lizenz läuft aus, Blöcke stehen während einer mehrjährigen Prüfung still, dann Neustart — ist der praktische Preis eines späten Verlängerungsantrags; KHNP reichte weniger als ein Jahr vor Ablauf der Lizenz von Block 3 ein.