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KHNP trennt sich von Daewoo-Doosan als Baupartner für Dukovany

Korea Hydro & Nuclear Power sucht einen neuen Bauunternehmer für die zwei APR1000-Reaktoren am tschechischen Standort Dukovany, nachdem die Verhandlungen mit dem Konsortium Daewoo-Doosan gescheitert sind, berichtet World Nuclear News.

KHNP erhielt den Auftrag über 26 Billionen Won (rund 19,4 Milliarden US-Dollar) im Juni 2025, nachdem es im Juli 2024 zum bevorzugten Bieter bestimmt worden war. Daewoo Engineering & Construction und Doosan Enerbility waren 2018 als Baupartner ausgewählt worden und nahmen an der Ausschreibung teil. Über den Untervertrag kam keine Einigung zustande. KHNP wollte einen Pauschalpreis auf Grundlage der in der Basisplanung festgelegten Mengen, weil er zum Hauptvertrag passe und Kostensicherheit gebe. Das Konsortium wollte die Vergütung an die Mengen der Detailplanung anpassen, einschließlich höherer Bauvolumen.

Laut KHNP scheiterten Gespräche auf Arbeitsebene, ein Schlichtungsausschuss und Treffen der Geschäftsleitungen; die Kündigung der Kooperationsvereinbarung sei eingeleitet. Geplant sind eine Bieterinformation im Januar, Angebote ab April und eine Auswahl bis Juli 2027, wobei das Verfahren noch nicht endgültig ist. Die Standortvorbereitung soll im Januar 2028 beginnen, der Hauptbau im November 2029, fertig sein sollen die Blöcke 2039 und 2040.

Daewoo erklärte, KHNP habe die Kosten von Planungsänderungen auf den Auftragnehmer abgewälzt und verlangt, Risikozuschläge aus dessen Kalkulation herauszunehmen. Doosan Enerbility kündigte an, erneut zu bieten, da bisherige Mitglieder zugelassen sind, und betonte, die am 16. Dezember 2025 mit KHNP geschlossenen Lieferverträge für Reaktor und Turbinengenerator seien nicht betroffen.

KHNP trennt sich von Daewoo-Doosan als Baupartner für Dukovany
KHNP trennt sich von Daewoo-Doosan als Baupartner für Dukovany — Grid Brief

Was das bedeutet

Im Streit geht es darum, wer das Mengenrisiko zwischen Basis- und Detailplanung trägt, dieselbe Frage, die bei westlichen Kernkraftprojekten die Kosten getrieben hat. Die Neuausschreibung erhält KHNPs Festpreislogik, fügt aber ein Jahr Unsicherheit vor Baubeginn hinzu. Der veröffentlichte Zeitplan gilt noch; entscheidend ist, ob ein neuer Bauunternehmer die Pauschalbedingungen akzeptiert, die die bisherigen Partner abgelehnt haben.