Indien belädt einen neuen Reaktor und fährt einen zweiten an
Nuclear Power Corporation of India (NPCIL) meldet zwei Beladungs-Meilensteine. Am Rajasthan-Block 8 (RAPP-8) begann die Brennstoffbeladung am 19. September 2026 um 15:18 Uhr, nach Genehmigung durch das Atomic Energy Regulatory Board (AERB) und „Erfüllung aller vorgeschriebenen Voraussetzungen". Zudem hat die Beladung an Kaiga Block 1 begonnen, der nach Ertüchtigung zurück in Betrieb geht. NPCIL startete außerdem Baugrunduntersuchungen für die nächsten zwei Blöcke am Standort Rajasthan.
Die nächsten Schritte für RAPP-8 sind Erstannäherung an die Kritikalität und Netzsynchronisation in der üblichen Inbetriebnahmefolge.

Was das bedeutet
Die Beladung ist der Punkt ohne leichte Umkehr — deshalb ist sie ein Meilenstein. Alles davor ist Bau; ab hier ist der Reaktor eine kerntechnische Anlage unter anderem Aufsichtsregime. Tragend ist die AERB-Genehmigung, nicht die Uhrzeit — sie heißt, die Voraussetzungen sind abgenommen.
Ein neuer Block und ein ertüchtigter Wiederanlauf zeigen eine Flotte, die zugleich baut und erhält. Kaiga-1 aus der Ertüchtigung ist Laufzeitverlängerung, RAPP-8 ist neue Kapazität, die Baugrundarbeiten sind die Pipeline dahinter. Ein Programm, das alle drei zugleich betreibt, läuft im großen Maßstab — die Geschichte des indischen Kernbaus seit einigen Jahren.
Kritikalität und Synchronisation sind die nächsten wichtigen Daten. Brennstoff im Kern ist noch kein Strom im Netz. Die von NPCIL genannten Schritte — erste Kritikalität, dann Synchronisation — sind der Punkt, an dem RAPP-8 zur Erzeugung wird.