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Solarmantel an nbn-Funkmast deckt bis zu 40 Prozent des Tagesbedarfs

Australiens National Broadband Network testet, ob seine Funkmasten für Festnetz-Funkanschlüsse einen Teil ihres Stroms selbst erzeugen können. Decon Corporation, ein Telekommunikations- und Elektrodienstleister aus Victoria, hat leichte, flexible Solarlaminate um die Nordseite eines 40 Meter hohen nbn-Fixed-Wireless-Masts in New Gisborne in den Macedon Ranges gelegt, rund 60 Kilometer nordwestlich von Melbourne. Laut pv magazine hat der Machbarkeitstest seinen ersten Monat hinter sich.

Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Solarmantel tagsüber je nach Wetter bis zu 40 Prozent des gesamten Strombedarfs des Standorts erzeugen kann. Zusammen mit den vorhandenen Batterien und weiteren Sparmaßnahmen soll ein so ausgestatteter Standort bei einem Netzausfall bis zu 12 Stunden weiterlaufen und Kunden in der Umgebung verbunden halten. Decon zufolge macht seine patentierte Befestigung das Verfahren wiederholbar: Die Laminate werden an einem vorhandenen Mast angebracht, mit wenig zusätzlicher statischer Last und ohne eigene Freiflächenanlage.

nbn-Technikchef Guy Scott sagte, der Versuch sei in eine Betriebsphase übergegangen, und das Unternehmen halte es für möglich, ausgewählte Standorte bei netzbedingten Ausfällen online zu halten. nbn will die Leistung des Systems weiter auswerten.

Solarmantel an nbn-Funkmast deckt bis zu 40 Prozent des Tagesbedarfs
Solarmantel an nbn-Funkmast deckt bis zu 40 Prozent des Tagesbedarfs — Grid Brief

Was das bedeutet

Ein Funkmast ist ein unbequemer Ort für Solarmodule - senkrecht, gekrümmt und oft auf Flächen, auf denen eine Freiflächenanlage nicht passt. Er hat aber zwei nützliche Eigenschaften: Er hat schon Batterien, und er gehört genau zu den Standorten, die bei Stürmen und Bränden ausfallen, die auch das Netz treffen. Der eigentliche Gewinn ist die längere Überbrückungszeit, mehr als die gesparte Energie.

Die Zahlen stammen aus einem Monat an einem Standort und beschreiben damit das Konzept, keine Flotte. Entscheidend wird die Leistung im Winter, wenn die Sonne tief steht und die Nordseite des Masts die gesamte Erzeugung trägt.