Texas streicht die Anschlussgebuehr je Megawatt fuer Grossverbraucher
Die Public Utility Commission of Texas hat am Freitag neue Anschlussregeln fuer Grossverbraucher beschlossen, die deutlich milder ausfallen als der Entwurf vom Maerz. Utility Dive berichtete am
- September 2026.
Der Entwurf sah eine nicht erstattungsfaehige Anschlussgebuehr von 50.000 Dollar je MW vertraglicher Spitzenlast vor. Die verabschiedete Fassung streicht sie. Auch die nach Projektgroesse gestaffelten Studiengebuehren entfielen zugunsten einer pauschalen Gebuehr von 100.000 Dollar fuer alle Grossverbraucher; die Kommission haelt fest, dass sie den Betrag anpassen kann, sobald mehr Daten zu den Studienkosten vorliegen.
Auch die Meldepflichten wurden gelockert. Wo der Entwurf vorsah, ERCOT spaetestens 30 Tage nach einer um sechs Monate verfehlten Zwischenmarke zu informieren, erlaubt die Endfassung 24 Monate, und die Kommission stellte klar, dass sich die 24 Monate auf den Energisierungsplan als Ganzes beziehen, nicht auf jede Zwischenmarke einzeln.
Der Zusammenhang steht klar in der Berichterstattung: Die Regeln fallen in eine von Gouverneur Greg Abbott angeordnete Pause fuer neue Rechenzentrumsanschluesse, waehrend der Staat ERCOTs Anschlusswarteschlange von 474 GW prueft, die zu rund 90 Prozent aus Rechenzentren besteht. Die Kanzlei DLA Piper hatte im Maerz gewarnt, der Entwurf koenne erhebliche Vorabbindungen von Kapital bedeuten, mit Schwellen oberhalb jener anderer grosser US-Netzbetreiber, wo Studienkautionen und Anschlussgebuehren fuer Verbraucher ueblicherweise in Zehntausenden und nicht in Millionen gemessen werden.

Was das bedeutet
Eine nicht erstattungsfaehige Gebuehr von 50.000 Dollar je MW ist ein Filter, und ihre Streichung entfernt den Filter. Ihr Zweck war, spekulative Eintraege in die Warteschlange teuer zu machen — also genau das Problem, das eine 474-GW-Schlange mit 90 Prozent Rechenzentren beschreibt. Sie waehrend der Pruefung dieser Schlange fallen zu lassen heisst, das Spekulationsproblem ueber die Pruefung zu loesen statt ueber den Preis.
Praktisch bedeutsamer duerfte die Aenderung bei den Zwischenmarken sein. Der Schritt von einer Meldung nach sechs Monaten zu einem 24-Monats-Fenster fuer den Gesamtplan gibt einem Projekt zwei Jahre, in denen es Kapazitaet haelt, die es nicht nutzt, bevor jemand anders von ihrer Verfuegbarkeit erfaehrt. Fuer die Planung ist das die Zahl, die bestimmt, wie veraltet das Bild der Warteschlange ist.