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New Englands Staaten stuetzen Maine gegen den RTO-Zuschlag

Das New England States Committee on Electricity, das die Gouverneure der Region vertritt, hat sich der Beschwerde Maines bei der FERC gegen den RTO-Zuschlag angeschlossen - jenen Aufschlag auf die Eigenkapitalrendite, den Netzeigentuemer dafuer erhalten, einer regionalen Uebertragungsorganisation anzugehoeren. Bericht von Utility Dive: https://www.utilitydive.com/news/new-england-maine-rto-adder-complaint-ferc/830999/.

Das Argument der Staaten: Ein Anreiz kann kein Verhalten hervorrufen, das das Landesrecht ohnehin vorschreibt. Ueber die Beschwerde hinaus fordert NESCOE die FERC auf, ihren eigenen Vorschlag umzusetzen, den Zuschlag auf drei Jahre zu begrenzen - oder ihn zu streichen.

Central Maine Power und MEPCO weisen die Beschwerde zurueck; sie wollten ein "rechtswidriges Landesgesetz" durchsetzen, das in die Zustaendigkeit der FERC fuer zwischenstaatliche Netzentgelte eingreife. Ein Branchenverband warnte, Entscheidungen der Kommission, die von anderswo gesetzten Politiken getrieben seien, haetten Folgen ueber diesen Fall hinaus.

New Englands Staaten stuetzen Maine gegen den RTO-Zuschlag
New Englands Staaten stuetzen Maine gegen den RTO-Zuschlag — Grid Brief

Was das bedeutet

Der Zuschlag bezahlt eine Wahl, und die Beschwerde sagt, diese Wahl gebe es nicht mehr. Ein Anreiz zum Beitritt zu einer RTO ergibt Sinn, solange der Beitritt freiwillig ist; wo ein Staat ihn vorschreibt, kauft die Zahlung nichts. Dieses Argument ist eng - und gerade deshalb gefaehrlich fuer den Zuschlag: Die FERC muesste nicht entscheiden, dass der Anreiz schlechte Politik ist, sondern nur, dass er hier nichts bewirkt.

Der eigentliche Streit ist die Zustaendigkeit. Kann ein Staat einen bundesrechtlichen Anreiz dadurch aushebeln, dass er das zugrundeliegende Verhalten gesetzlich vorschreibt, erhalten Staaten mittelbaren Einfluss auf zwischenstaatliche Netzentgelte - weshalb der Einwand als Kompetenzfrage formuliert ist und nicht als Geldfrage.

⚠️ Berichtet werden ein Antrag und die Erwiderungen darauf. Die FERC hat nicht entschieden, und die genannte Dreijahresgrenze ist ein Vorschlag der Behoerde, keine Entscheidung.

Geschrieben von Victoria Shinder.