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Ontarios IESO startet Kapazitätsauktion für November mit Batterien

Ontarios Netz- und Marktbetreiber IESO hat seine jährliche Kapazitätsauktion eröffnet, in der Batterien mit Kraftwerken, Importen und Lastmanagement um sechsmonatige Verpflichtungen konkurrieren, bei Bedarf verfügbar zu sein. Anträge auf Qualifikation waren bis zum 25. September fällig, wie pv magazine am Vortag berichtete. IESO legt danach für jede Anlage eine qualifizierte Leistung und eine Auktionssicherheit fest, und wer die Sicherheit hinterlegt, kann im November bis zu seiner qualifizierten Leistung bieten.

Der Zeitplan reicht weit voraus. Gebote werden am 25. und 26. November angenommen, und zwar für zwei Verpflichtungszeiträume: Sommer 2027 vom 1. Mai bis 31. Oktober und Winter 2027/28 vom 1. November 2027 bis 30. April 2028. Die Auktion des Vorjahres sicherte 1.833 MW für Sommer 2026 und 1.125 MW für Winter 2026/27; IESO teilte im Dezember mit, dass diese Kapazität insgesamt rund 1 Prozent der Systemkosten ausmachen werde.

IESO beschreibt die Auktion als kurzfristiges Ausgleichsinstrument für bestehende und nicht gebundene Anlagen, getrennt von den langfristigen Verträgen, mit denen neue Kapazität beschafft wird. Diese waren von Speichern geprägt: Die Beschaffung LT1 sicherte 1.784 MW Batterien in zehn Anlagen, die beschleunigte Runde E-LT1 rund 882 MW, und im Juni wählte das erste Kapazitätsfenster von LT2 drei Achtstundenbatterien mit zusammen 640 MW aus.

Ontarios IESO startet Kapazitätsauktion für November mit Batterien
Ontarios IESO startet Kapazitätsauktion für November mit Batterien — Grid Brief

Was das bedeutet

Ontario betreibt zwei Kapazitätsmärkte für zwei verschiedene Aufgaben. Langfristige Verträge bezahlen den Bau neuer Anlagen; die jährliche Auktion ergänzt das System um bestehende oder flexible Ressourcen, die sich für die nächste Saison verpflichten können. Eine Batterie kann an beidem teilnehmen: Vertraglich gebundene Leistung finanziert ihren Bau, nicht gebundene Kapazität kann in der kurzfristigen Auktion verdienen.

Die Kostenzahl rückt die Auktion ins Verhältnis. Mit rund 1 Prozent der Systemkosten ist sie neben den langfristigen Verträgen ein kleines Instrument und wirkt eher als Preissignal dafür, was kurzfristige Versorgungssicherheit wert ist, denn als Finanzierungsquelle für neue Projekte. Für Entwickler ist der Abstand zwischen beiden aufschlussreich: Das Geld für neue Speicher kommt aus den langfristigen Beschaffungen, während die Auktion zeigt, wie viel bestehende Kapazität dem System Saison für Saison fehlt. Die Ergebnisse im Dezember werden zeigen, ob die wachsende Flotte vertraglich gebundener Batterien diese Lücke verkleinert.