BNEF hebt US-Speicherprognose um 30 % an, auf 434,4 GW bis 2036
BloombergNEF erwartet, dass die USA im kommenden Jahrzehnt 30 % mehr Energiespeicher installieren als noch vor sechs Monaten prognostiziert, so der jüngste halbjährliche Speicherausblick, über den Utility Dive berichtet. BNEF rechnet nun mit kumuliert 213,9 GW in den USA bis 2030 und 434,4 GW bis 2036, sagte Speicheranalyst Isshu Kikuma. Weltweit sieht BNEF bis 2036 3.098 GW/11.106 GWh installiert, etwa das Zehnfache des heutigen Stands.
Als kurzfristige Treiber in den USA nennt BNEF trotz Handelshemmnissen und steigender Projektkosten zwei Faktoren: die Wirtschaftlichkeit von Speichern am Standort erneuerbarer Anlagen und den Bedarf von Rechenzentren an Kapazität hinter und vor dem Zähler. Das Interesse der Hyperscaler an Speichern vor Ort und in der Nähe sei in diesem Jahr zu festen Aufträgen geworden. Ende 2025 standen in den USA 20,7 GW/66,4 GWh Speicher gemeinsam mit 41,3 GW Solar; in den ersten neun Monaten 2026 kamen rund 4 GW hinzu.
BNEF misst auch, wie schnell Speicher zur Solarenergie aufschließen: Das weltweite Verhältnis von installierter Solar- zu Speicherleistung fiel von 94:1 im Jahr 2016 auf 7:1 im Jahr 2026; bis 2030 erwartet BNEF 4:1, danach jährliche Zubauten im Verhältnis von etwa 3:1.

Was das bedeutet
Eine Anhebung um 30 % binnen sechs Monaten ist für eine Zehnjahresprognose groß, und der genannte Grund ist Nachfrage, die bereits zu Aufträgen geworden ist, nicht Politik. Das Verhältnis von Solar zu Speicher ist das dauerhaftere Signal: Speicher wird zum Standardbegleiter neuer Solaranlagen statt zum Zusatz, was die Planung der Abendspitzen für Netzbetreiber verändert. Es bleibt die Prognose eines einzelnen Beratungshauses, hier aus zweiter Hand berichtet.