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Kasachstan plant eine Uranreserve für 100 Jahre, mindestens 150.000 Tonnen bis 2050

Kasachstan will eine strategische Uranreserve aufbauen, die seine geplanten Kernkraftwerke mehr als 100 Jahre versorgen kann, berichtete World Nuclear News am 4. November. Präsident Kassym-Schomart Tokajew nannte in einer Rede an die Nation den Vorschlag einer staatlichen Reserve für die nächsten 100 Jahre sehr vernünftig; man müsse schon jetzt daran denken, wie die Anlagen in 50 Jahren und darüber hinaus versorgt werden.

Laut Pressedienst des Präsidenten unterrichtete Kazatomprom-Chef Meirschan Jussupow Tokajew über die Maßnahmen. Dazu gehören geologische Erkundungen in sechs Gebieten mit zusammen mehr als 1.000 Quadratkilometern und die geplante Erkundung des 124 Quadratkilometer großen Gebiets Kysyltu. Der Chef der Atomenergieagentur, Almassadam Satkalijew, sagte vor einem Parlamentsausschuss, die Entwicklungsstrategie sehe vor, bis 2050 mindestens 150.000 Tonnen Uran zu reservieren; ein Konzept werde erarbeitet. Er beschrieb ein mehrstufiges System über die gesamte Brennstoffkette, von Lagerstätten im Boden bis zu physischen Vorräten an Natururan und fertigem Brennstoff.

Die Reserve ist für heimische Anlagen gedacht. Für die erste, das Kraftwerk Balchasch mit zwei Rosatom-Reaktoren vom Typ WWER-1200, wurden im Mai ein Regierungsabkommen und im September ein Generalunternehmervertrag unterzeichnet. Kazinform bezifferte die Kosten der beiden Blöcke auf rund 14,4 Milliarden Dollar plus 2 Milliarden für Sicherheit und soziale Infrastruktur; Baubeginn soll 2027 sein, der erste Block 2034 in Betrieb gehen.

Kasachstan plant eine Uranreserve für 100 Jahre, mindestens 150.000 Tonnen bis 2050
Kasachstan plant eine Uranreserve für 100 Jahre, mindestens 150.000 Tonnen bis 2050 — Grid Brief

Was das bedeutet

Die Reserve bindet einen Teil des kasachischen Urans an eigene künftige Reaktoren, Jahrzehnte bevor der erste läuft; das nun erarbeitete Konzept wird zeigen, wie viel zurückgehalten wird.