Irland fördert Heimspeicher wieder, 600 Euro je Haushalt ab 6. Oktober
Irland hat ein neues Förderpaket für Haushalte und Unternehmen beschlossen, das am 6. Oktober in Kraft tritt, berichtet pv magazine. Auffälligster Teil ist ein Zuschuss für Heimspeicher von bis zu 600 Euro, dessen Wiedereinführung die Solarbranche gefordert hatte.
Der bestehende Zuschuss von bis zu 1800 Euro für Hausbesitzer mit Solarmodulen bleibt, ab 6. Oktober gilt er auch für neuere Häuser, die vor 2025 gebaut und bezogen wurden. Einkommensschwache Haushalte können bis zu 9000 Euro für Solar mit Batterie erhalten, und für medizinisch gefährdete Menschen wird Solar mit Speicher vollständig finanziert; in beiden Programmen gilt die Förderung für Batterien bis 5 kWh und Anlagen bis 4 kW. Dazu kommt ein Zuschuss von 2000 Euro für den Austausch eines Heizkessels durch eine Wärmepumpe.
Für Unternehmen erklärt die Regierung, die erweiterte Solarförderung könne die jährlichen Energiekosten um bis zu 300.000 Euro senken, und Zuschüsse für Solarthermie und Wärmepumpen könnten bis zu 45 % einsparen. Die Energieagentur SEAI, die die Programme verwaltet, meldet für einige Zuschüsse 200 % mehr Anträge in diesem Jahr. Solar-Ireland-Chef Ronan Power sagte, Batterien ließen Haushalte mehr eigenen Solarstrom nutzen und in Spitzenzeiten weniger vom Netz abhängen.
Die Maßnahmen kommen vor dem Haushalt 2027, und Klima- und Energieminister Darragh O'Brien kündigte an, dort weitere Schritte zu prüfen; die Regierung habe seit März mehr als 1,4 Milliarden Euro für bezahlbare Energie bereitgestellt.

Warum das wichtig ist
Ein bescheidener Batteriezuschuss zählt in einem Markt, in dem Dachsolar bereits gefördert wird: Er verschiebt den Wert einer Hausanlage vom Einspeisen am Mittag zur Deckung der Abendspitze, also der Stunde, die das irische Netz belastet.