Bohrung fuer ein geothermisches Meeresbodenloch vor Oregon begonnen
Endurance Energy hat mehrere hundert Kilometer vor der Kueste Oregons mit einer geothermischen Bohrung im Meeresboden begonnen, wie IEEE Spectrum berichtet. Das Bohrsystem des Unternehmens wurde am 16. September 2026 vom Schiff Ocean Guardian abgesetzt; das Ziel liegt 1.500 Meter unter dem Meeresgrund.
Der Versuch verlagert geothermische Bohrungen vom Land auf den Ozeanboden, wo sich der Waermegradient erreichen laesst, ohne mit Flaechennutzung an Land zu konkurrieren.

Was das bedeutet
Geothermie hat immer die Eigenschaft besessen, die ein Netzbetreiber sucht und die den meisten Erneuerbaren fehlt: Sie laeuft unabhaengig vom Wetter. Was ihr fehlte, waren Standorte, denn die guten Vorkommen liegen unter Flaechen, die geschuetzt, besiedelt oder weit von der Last entfernt sind.
Offshore-Bohrungen sind teuer und ihre Fehlerbilder schlimmer als an Land. Die Zahl, auf die es bei diesem Versuch ankommt, ist deshalb nicht die Temperatur, sondern die Kosten je Bohrung. Eine gesicherte, wetterunabhaengige Quelle ist in einem System mit hohem Erneuerbaren-Anteil einen Aufschlag gegenueber Wind und Sonne wert - und wie hoch dieser Aufschlag sein darf, ist die eigentliche Frage.