NESO bittet Ofgem, die Gate-2-Frist auf den 31. Oktober zu verschieben
Der britische Systembetreiber National Energy System Operator hat die Regulierungsbehörde Ofgem um eine zweite Fristverlängerung für die Angebote der Gate-2-Phase-1 gebeten, der Tranche im Zentrum der Reform der Netzanschluss-Warteschlange. In einem Schreiben vom 25. September beantragt NESO, die Frist, die Ofgem bereits auf den 30. September verschoben hatte, auf den 31. Oktober 2026 zu setzen.
Nach Angaben von NESO sind rund 75 % der für 2030 benötigten Angebote verschickt. Mehr Zeit brauche es aus zwei Gründen. Am 15. Juli teilte National Grid Electricity Transmission mit, dass es für seine Bauangebote als Übertragungsnetzbetreiber zwei Wochen länger bei kleinen und mittleren eingebetteten Netzknoten und vier Wochen länger bei direkt angeschlossenen und großen eingebetteten Projekten benötige; als Grund nannte es Komplexität und weitere Netzplanung. Unabhängig davon werden einige Angebote auf Wunsch der Kunden nach Vorgesprächen später ausgestellt.
Das Schreiben nennt Zahlen. Betroffen sein können bis zu 37 Bauangebote von National Grid, etwa 10 % aller Angebote der Phase 1, dazu rund 25 Angebote mit anderen Verzögerungsgründen. Bei den Verteilnetzbetreibern in England und Wales sind 133 von 158 Angeboten verschickt.
NESO räumt ein, dass manche Kunden ihre Angebote nicht bis Mitte September erhalten haben, wie es der gemeinsame Branchenplan vorsah, und dass die Folgen unterschiedlich ausfallen: gering bei Projekten ohne Zeitdruck, größer bei solchen, die die Sicherheit eines festen Angebots brauchen. Betroffene Kunden will NESO kontaktieren, sobald das Bauangebot von National Grid vorliegt und bevor das eigene Angebot folgt, und die am stärksten betroffenen Projekte vorziehen. Geplant sind 10 bis 15 Angebote pro Woche, ein Tempo, das laut NESO in den vergangenen Wochen erreicht wurde. Spätere Termine, auch die der Phase 2, sollen unverändert bleiben.

Was das bedeutet
Die Anschlussreform sollte eine Warteschlange nach Eingang durch feste Termine ersetzen. Ein Monat Verzug bei rund 60 Angeboten ist im Verhältnis zum Ganzen wenig, trifft aber genau die Projekte, denen die Reform Planungssicherheit geben sollte, und es ist bereits die zweite Verlängerung derselben Frist.