Mitsubishi Electric: 20 % Wachstum im Versorgergeschäft, PCI-Kauf und ABB-Projekt
Mitsubishi Electric hat am Freitag ein Umsatzplus von 20 % gegenüber dem Vorjahr im Geschäftsbereich für Versorger gemeldet und von starken Aufträgen für Übertragungs- und Verteilnetztechnik im jüngsten Quartal berichtet. Die Zahlen kommen, während der japanische Konzern zwei Schritte mit Blick auf Nordamerika vorbereitet.
Der erste ist die Übernahme von PCI Energy Solutions, die Mitsubishi Electric am 20. August für 1,4 Milliarden Dollar angekündigt hatte. Laut Utility Dive steuert die Plattform von PCI rund 60 % der US-Stromerzeugung. Die Software dient Versorgern, unabhängigen Erzeugern und anderen Großhandelsteilnehmern beim Handel und der Abrechnung im Großhandel, beim Betrieb von Erzeugung und Übertragung, bei der Planung von Angebot und Nachfrage und im Risikomanagement. Der zweite ist ein Joint Venture für elektrische Komponenten mit ABB, das die beiden Industriekonzerne starten wollen.
Zusammen ergänzen die Schritte ein Hardwaregeschäft, das bereits Netztechnik verkauft, um eine Softwareposition im Großhandel. So beschreibt Utility Dive auch den Zweck des Kaufs: das Engagement des Konzerns in nordamerikanischen Großhandelsmärkten für Strom zu erhöhen.

Was das bedeutet
Für Netzbetreiber und Versorger ändert sich zunächst wenig, die Software von PCI läuft unabhängig vom Eigentümer weiter. Die längerfristige Frage ist die Konzentration: Ein Lieferant von Transformatoren und Schaltanlagen, dem auch die Einsatz- und Abrechnungssoftware hinter einem großen Teil der US-Erzeugung gehört, sitzt bei Entscheidungen über Bau und Betrieb des Netzes auf beiden Seiten.