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Liander setzt Neukunden in 16 Gemeinden in Gelderland bis Juli 2027 auf eine Warteliste

Der niederländische Netzbetreiber Liander hat bestätigt, dass Kunden in Teilen der östlichen Niederlande für Anschlüsse an das Hochspannungsnetz auf eine Warteliste kommen, berichtete pv magazine am 4. November.

In einer Mitteilung vom 2. November erklärte Liander, das Hochspannungsnetz habe nicht genug Kapazität, um neue Kunden von der Warteliste ab 1. Januar 2027 anzuschließen, ohne die Netzzuverlässigkeit zu stark zu belasten. Betroffen sind sechzehn Gemeinden in der Provinz Gelderland an der deutschen Grenze. Neue Anschlussanträge dort kommen bis mindestens 1. Juli 2027 auf die Warteliste; einzige Ausnahme sind Wohnungsbauprojekte, die vor dem 1. Juli 2026 angemeldet wurden, sofern das lokale Netz Platz hat. Mit dem Übertragungsnetzbetreiber TenneT will Liander im Frühjahr prüfen, wie viel Kapazität ab Juli 2027 verfügbar ist. In anderen Teilen Gelderlands und im Flevopolder reicht TenneTs Netz, um ab Januar zumindest einen Teil der Wartenden anzuschließen, verteilt nach dem nationalen Priorisierungsrahmen.

Eine frühere Mitteilung Ende Oktober zu großen Verbrauchsanschlüssen über 3 x 80 Ampere listete 14 neue Engpässe, an denen die maximale Anschlussleistung erreicht ist: 11 nur beim Bezug, zwei bei der Einspeisung und einer bei beidem. Friesland hat fünf, Gelderland und Nordholland je vier, Flevoland einen.

Seit Juli gelten in den Niederlanden neue Regeln für knappe Netzkapazität: zuerst Maßnahmen für die Netzsicherheit und Akteure, die Engpässe verringern, dann öffentliche Infrastruktur wie Krankenhäuser, Rettungsdienste, Wohnungen und Wasser. Liander-CTO Joris de Groot sagte, man habe viel flexible Kapazität geschaffen, aber noch nicht genug.

Liander setzt Neukunden in 16 Gemeinden in Gelderland bis Juli 2027 auf eine Warteliste
Liander setzt Neukunden in 16 Gemeinden in Gelderland bis Juli 2027 auf eine Warteliste — Grid Brief

Was das bedeutet

Die meisten neuen Engpässe liegen auf der Bezugsseite, nicht bei der Solareinspeisung. In den Niederlanden bestimmt die Warteschlange inzwischen, wo neue Last hin darf, nicht nur, wo Erzeuger anschließen können.