Japan verlangt Nachweis der Flächenrechte, Batterie-Warteschlange bei 172 GW
Japans Netzkoordinator hat in diesem Jahr eine dritte Regel eingeführt, um spekulative Projekte daran zu hindern, Netzkapazität zu blockieren, berichtet pv magazine. Seit dem 1. Oktober müssen Projekte nach einer Netzanschlusszusage binnen zwei Monaten Unterlagen über ihr Nutzungsrecht an der Projektfläche einreichen, sonst verlieren sie ihre Reservierung – so die aktualisierte Leitlinie der Organization for Cross-regional Coordination of Transmission Operators (OCCTO).
Die Regel gilt für Vertragsanträge ab dem 1. Oktober und für alle Erzeugungsprojekte außer jenen mit Einspeisevergütung oder Einspeiseprämie. Ausgenommen sind Erneuerungen an bestehenden Standorten, die die Leistung nicht erhöhen und das Netz nicht anderweitig berühren; Übertragungsnetzbetreiber können die Frist aus triftigen Gründen verlängern. Entwickelt hat sie eine Arbeitsgruppe des Wirtschaftsministeriums METI, die Projekte mit geringer Realisierungssicherheit von Reservierungen fernhalten will, damit tragfähige schneller angeschlossen werden.
Die Zahlen erklären die Eile. Laut Ministerium befanden sich Ende Dezember 2025 rund 172 GW Netzbatterien in der Phase der Anschlussprüfung und rund 30 GW in der Phase des Vertragsantrags – bei etwa 0,64 GW tatsächlich angeschlossen. Ende September 2024 waren es rund 88 GW und 6,2 GW.
Zwei frühere Maßnahmen zielen direkt auf Batterien. Seit dem 1. August begrenzt jeder Übertragungsnetzbetreiber die Zahl der Anschlussprüfungen für Netzbatterien, die ein Unternehmen in seinem Gebiet beantragen darf, nachdem die Arbeitsgruppe festgestellt hatte, dass mehrere Firmen in kurzer Zeit mehr als 100 Anträge bei einem Betreiber gestellt hatten; die Obergrenzen reichen von fünf in Hokkaido, Hokuriku, Chugoku und Shikoku bis zwölf in Kansai und elf im Raum Tokio. Seit Juni müssen Batterieprojekte ihre Anträge für Erzeugungs- und Verbrauchsseite gleichzeitig stellen, weil getrennte Anträge andere dazwischenkommen ließen und die Annahmen der Netzprüfung veränderten.

Warum das wichtig ist
Eine Warteschlange, die dreihundertmal größer ist als das Angeschlossene, ist keine Projektpipeline, sondern ein Reservierungssystem, das ausgenutzt wird. Der Flächennachweis ist ein billiger Filter – doch die Menge deutet darauf hin, dass in Japan nicht das Interesse an Speichern knapp ist, sondern das Tempo der Netzprüfungen.