Ofgem genehmigt eine Aufräumfassung des SQSS
Die Behörde - GEMA, unterstützt von Ofgem - hat GSR037 genehmigt, ein Paket von Formatierungs- und Aufräumänderungen am Security and Quality of Supply Standard des britischen Übertragungsnetzes. Die Entscheidung wurde am 18. September 2026 veröffentlicht und wird zehn Geschäftstage danach wirksam; die Mitteilung dient als Begründung nach Section 49A des Electricity Act 1989. Adressaten sind NESO, das SQSS-Panel und die Nutzer des Standards.
Der SQSS legt Kriterien und Methodik für Planung und Betrieb des Übertragungsnetzes fest und wird vom SQSS-Panel laufend überprüft. NESO brachte GSR037 am 5. Februar 2026 ein, nachdem es gemeinsam mit Marktteilnehmern Formatierungsinkonsistenzen, strukturelle Probleme und Verweisfehler im aktuellen Text festgestellt hatte. Zu den Änderungen zählen die Überführung des Definitionsteils in eine Tabelle und die Neunummerierung von Abschnitt J. Die erwartete Auswirkung ist laut NESOs Final Modification Report gering für Übertragungsnetzbetreiber, OFTOs, Verteilnetzbetreiber, NESO und die Behörde.

Was das bedeutet
Hinter dem Wort "Aufräumen" steckt die eigentliche Pointe. NESOs Begründung lautet nicht, der SQSS sei unordentlich, sondern seine Unordnung mache den Standard schwer navigierbar und schwer auslegbar - und das wiederum erschwere die effiziente Entwicklung und Umsetzung anderer Code-Änderungen. Das ist eine Aussage über Durchsatz, nicht über Ästhetik: die Lesbarkeit des Regelwerks ist eine Eingangsgröße dafür, wie schnell jede künftige Änderung daran gelingt, und ein Verweisfehler in einem Planungsstandard ist eine Falle für den, der die nächste Änderung dagegen entwirft.
Deshalb passen die Einstufung "geringe Auswirkung" und der Weg von Februar bis September schlecht zusammen - erwähnenswert, nicht vorwurfsvoll. Eine Änderung, die niemand spüren soll, durchlief dennoch Panel, Final Modification Report und eine behördliche Entscheidung unter gesetzlichen Mitteilungspflichten, weil das Verfahren keine günstigere Spur für Bearbeitungen ohne Pflichtenänderung kennt. Wer wissen will, wie lange eine inhaltliche SQSS-Änderung dauert, hat mit GSR037 eine brauchbare Untergrenze: so viel kostet das vollständige Verfahren für den unstrittigsten denkbaren Fall.
Der praktische Hinweis ist klein und echt. Abschnitt J ist neu nummeriert, die Definitionen stehen nun in einer Tabelle - jedes interne Dokument, jede Prüfliste und jedes Modell, das SQSS-Klauseln nach Nummer zitiert, sollte nach Inkrafttreten gegen den neuen Text geprüft werden, also zehn Geschäftstage nach dem 18. September. Ein Querverweis, der stillschweigend auf die falsche Klausel zeigt, ist genau die Fehlerklasse, gegen die diese Änderung eingebracht wurde.