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Netzkarte für Spanien beziffert unvergütete Abregelung 2027 auf 3,38 TWh

Das Barcelonaer Unternehmen eRoots hat eine digitale Karte des iberischen Stromnetzes gebaut, die Netz-, Erzeugungs-, Markt- und Genehmigungsdaten vereint, um zu zeigen, wo es in Spanien Anschlusskapazität gibt und wo erneuerbare Erzeugung voraussichtlich abgeregelt wird, berichtet pv magazine. Das Modell umfasst 8175 Knoten, 8857 Leitungen, 7479 Umspannwerke, 8995 Erzeuger, 1047 Zweiwicklungstransformatoren und 603 Lasten in 9951 Postleitzahlgebieten und simuliert die für 2027 erwarteten Verhältnisse.

Eine Kapazitätsebene vergleicht Erzeugungs- und Speicherkapazität räumlich und zeigt je Umspannwerk, was angeschlossen ist und mit welcher Technik. Eine eigene Abregelungsebene markiert gefährdete Gebiete mit Heatmaps und liefert Zeitreihen zu Erzeugung, Prognosen und Abregelung einzelner Anlagen.

eRoots schätzt, dass die unvergütete technische Abregelung, also Strom, den das Netz nicht aufnehmen kann und für den Anlagen nicht bezahlt werden, 2027 bis zu 3,38 TWh erreichen könnte, bewertet mit über 120 Millionen Euro entgangenen Erlösen zu aktuellen erzielten Solarpreisen. Hinzu kommt wirtschaftliche Abregelung, wenn Anlagen stoppen, weil die Marktpreise die Kosten nicht decken. Der spanische Erneuerbarenverband APPA schätzt sie für 2025 auf über 20 % der möglichen erneuerbaren Erzeugung, mehr als 37.000 GWh.

Netzkarte für Spanien beziffert unvergütete Abregelung 2027 auf 3,38 TWh
Netzkarte für Spanien beziffert unvergütete Abregelung 2027 auf 3,38 TWh — Grid Brief

Was das bedeutet

In einem Markt, in dem das Netz und nicht das Modul der Engpass ist, bestimmt der Anschlussort den Erlös so sehr wie die Kosten. Werkzeuge, die Abregelung je Knoten modellieren, verlagern diese Frage vor die Investitionsentscheidung; die Zahlen stammen aus dem Modell eines Unternehmens, ihr Wert liegt im Vergleich von Standorten, nicht in der Landessumme.

Geschrieben von Victoria Shinder.