Frankreichs Referenzpreis für Gas steigt im November um 6,6 Prozent
Frankreichs Energieregulierer, die Commission de régulation de l'énergie (CRE), hat den Referenzverkaufspreis für Gas (PRVG) für November 2026 auf 194,90 Euro je MWh inklusive Steuern festgelegt, 6,6 Prozent mehr als die 182,88 Euro vom 1. Oktober.
Was der PRVG ist. Einen regulierten Gastarif gibt es in Frankreich seit dem 1. Juli 2023 nicht mehr. Damit Haushalte Angebote vergleichen können, veröffentlicht die CRE monatlich einen Richtpreis. Abschließen kann man ihn nicht, ein Teil der Marktangebote ist aber an ihn gekoppelt.
Warum er steigt. Der Preis besteht aus drei Teilen: Beschaffung, Netz- und Speicherentgelte sowie Steuern. Zum 1. November ändert sich nur die Beschaffungskomponente. Sie beruht zu 80 Prozent auf dem Month-ahead- und zu 20 Prozent auf dem Quarter-ahead-Index, jeweils Durchschnitte der EEX-Terminnotierungen des Vormonats. Die Großhandelspreise für Gas lagen im September über denen im August – das bewegt den Richtwert.

Was das für Rechnungen bedeutet. Die CRE beziffert die Wirkung im November auf durchschnittlich rund 12 Euro inklusive Steuern für Kunden mit an den PRVG gekoppelten Angeboten. Haushalte mit Festpreisangeboten – Ende 2025 etwa 40 Prozent der Wohngaskunden – sind nicht betroffen.
Das Jahr insgesamt. Bleibt die Lage bis Jahresende etwa stabil, schätzt die CRE die durchschnittliche Jahresgasrechnung 2026 auf 11 Prozent über 2025, rund 135 Euro inklusive Steuern, weil die Preise zu Jahresbeginn relativ niedrig waren. Zum 30. Juni 2026 hatten 10,23 Millionen Haushalte einen Erdgasvertrag.
Quelle: CRE, „Le prix repère de vente de gaz augmente de 6,6 % TTC au 1er novembre 2026“ — https://www.cre.fr/actualites/toute-lactualite/le-prix-repere-de-vente-de-gaz-augmente-de-66-ttc-au-1er-novembre-2026.html