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US-Justizministerium verlangt von Gerichten den Entzug der Genehmigungen für drei Offshore-Windparks

Das US-Justizministerium hat im Oktober Anträge gestellt, mit denen Bundesgerichte die vom Innenministerium erteilten Zulassungen der Bau- und Betriebspläne für drei Offshore-Windprojekte aufheben sollen: Maryland Offshore Wind (2,2 GW), New England Wind (2,6 GW) und Revolution Wind (700 MW). Ein Gericht zu bitten, eine selbst erteilte Genehmigung rückgängig zu machen, ist ein ungewöhnlicher Schritt, und er fällt mitten in eine Gesetzgebungsverhandlung. Senator Sheldon Whitehouse aus Rhode Island, Mitinitiator des Bipartisan American Affordability and Jobs Act, reagierte unverblümt: "So sprengt man einen Genehmigungsdeal."

US-Justizministerium verlangt von Gerichten den Entzug der Genehmigungen für drei Offshore-Windparks
US-Justizministerium verlangt von Gerichten den Entzug der Genehmigungen für drei Offshore-Windparks — Grid Brief

Was das bedeutet

Das juristische Manöver wiegt weniger als das Signal, das es dem Kapital sendet. Offshore-Wind wird unter der Annahme finanziert, dass eine erteilte Bundeszulassung Bestand hat; eine Regierung, die mitten im Projekt ihre eigenen Genehmigungen entziehen will, greift genau diese Annahme an, und die Kosten beschränken sich nicht auf die drei genannten Parks. Jeder Entwickler und Kreditgeber muss nun einpreisen, dass eine Zulassung von derselben Regierung zurückgenommen werden kann, die sie erteilt hat — das verteuert das Kapital über die gesamte Projektpipeline. Am schärfsten ist die Ironie beim Genehmigungsgesetz: Der Senatsdeal existiert, um Zulassungen schneller und verlässlicher zu machen, und ein Rechtsstreit zur Rücknahme bestehender Zulassungen läuft genau jener Berechenbarkeit zuwider, die ein solches Gesetz erkaufen soll. Ob die Anträge Erfolg haben, könnte weniger zählen als die Unsicherheit, die sie schaffen.