Constellation und Google: 20-Jahres-Vertrag über 890 MW Leistungssteigerung an 11 PJM-Reaktoren
Constellation Energy hat am 6. Oktober einen 20-jährigen Stromabnahmevertrag mit Google angekündigt, der 890 MW neue Kernkraftleistung durch Leistungssteigerungen an elf bestehenden Blöcken im PJM-Netzgebiet trägt, berichtete Utility Dive. Die Blöcke liegen an sechs Standorten in Illinois, Pennsylvania und New Jersey; die erste Leistungssteigerung soll 2028 ans Netz gehen.
Geld und zusätzliche Lieferung. Laut Constellation stehen hinter den Uprates 4,3 Milliarden Dollar neue Investitionen. Zusätzlich schlossen beide Firmen einen 15-jährigen Liefervertrag über weitere 2.700 MW im PJM-Markt.

Netzbedingungen. Der Vertrag umfasst betriebliche Lastverschiebung und Demand Response, um den Verbrauch bei Netzstress zu senken. Constellation nannte ihn eine „direkte Antwort“ auf PJMs Vorschlag „Bring Your Own Power“ und im Einklang mit der Zusage des Weißen Hauses zum Schutz der Stromkunden. CEO Joe Dominguez sagte, er könne Vorbild für die Zusammenarbeit von Tech- und Energiebranche sein, „mit Vorteilen für das ganze Netz, finanziert von privaten Akteuren“.
Der zweite Vertrag der Woche. Er folgt auf einen 690-MW-Vertrag mit Amazon aus der Vorwoche, der auf einer 3 Milliarden Dollar teuren Erweiterung des Kraftwerks Calvert Cliffs in Maryland um 190 MW beruht, geplant für 2030 bis 2032. Zusammen tragen beide Verträge fast 1,1 GW Ausbau der Kernkraft.
Der Hintergrund. PJM fehlen rund 6,8 GW neue Kapazität bei steigender Nachfrage von Rechenzentren; eine geplante Notbeschaffung zur Versorgungssicherheit verschiebt der Netzbetreiber, nachdem die Regulierungsbehörde FERC sie am 29. September nur teilweise genehmigt hatte.