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Spanische Solar-PPAs fallen auf 30,93 €/MWh, Hybridverträge bei 48 €

Der Preis eines reinen Solar-Stromabnahmevertrags (PPA) ist in Spanien im dritten Quartal 2026 auf durchschnittlich 30,93 €/MWh gefallen, 1,2 % unter dem zweiten Quartal und 7,7 % unter dem Vorjahr. Das geht aus Daten von LevelTen Energy hervor, über die pv magazine am 29. Oktober berichtete (https://www.pv-magazine.com/2026/10/29/spain-solar-ppa-prices-fall-to-e30-93-mwh-as-bess-gains-ground). LevelTen sieht dieses Niveau nahe an der Untergrenze, bei der Projekte noch finanzierbar sind.

Verträge, die Solar mit Batteriespeicher kombinieren, entwickelten sich anders. Spanische Hybrid-PPAs lagen im Schnitt bei 48 €/MWh und stiegen gegenüber dem Vorquartal um 6,8 %. LevelTen verzeichnete Hybridverträge in neun europäischen Märkten, Spanien und Portugal stellten zusammen fast die Hälfte. Einheitlich war die Richtung nicht: In Deutschland fielen die Hybridpreise im selben Quartal um 12,7 %.

Der Grund für die Lücke in Spanien ist die Abregelung. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 2,5 TWh erneuerbarer Erzeugung abgeregelt, mehr als dreimal so viel wie im ersten Halbjahr 2025 und 50 % mehr als im ganzen Jahr 2024. Eine Anlage, die Mittagsstrom speichern und später verkaufen kann, entgeht sowohl der Abregelung als auch den Stunden, in denen Solar die Preise gegen null drückt, und Käufer zahlen dafür.

Europaweit lag LevelTens Solarpreisindex im dritten Quartal bei 0,86, also 14 % unter dem dritten Quartal 2024, als der Durchschnitt 63,64 €/MWh betrug; Wind fiel deutlich weniger, auf 0,99. Gegenüber dem zweiten Quartal stiegen die Preise um 0,4 %, was LevelTen auf höhere Modulpreise und Zinsen zurückführt. Erstmals enthält der Bericht Verträge für bestehende Anlagen; sie machen inzwischen rund 40 % der Abschlüsse aus, bei den Angeboten stieg ihr Anteil von unter 10 % auf fast 40 %.

Spanische Solar-PPAs fallen auf 30,93 €/MWh, Hybridverträge bei 48 €
Spanische Solar-PPAs fallen auf 30,93 €/MWh, Hybridverträge bei 48 € — Grid Brief

Was das bedeutet

In Spanien liegt reiner Solarstrom nahe dem Preis, bei dem nicht mehr gebaut wird, während Solar, das seine Erzeugung verschieben kann, 17 €/MWh Aufschlag erzielt. Dieser Aufschlag ist die Schätzung des Marktes, was Abregelung und Preiseinbrüche zur Mittagszeit kosten. Er spricht dafür, Speicher schon in der Planung vorzusehen statt nachzurüsten, und ist eine Warnung an Besitzer bestehender Anlagen ohne Batterie, deren Strom genau der ist, der abgeregelt wird. Die fallenden Hybridpreise in Deutschland erinnern daran, dass der Aufschlag lokal ist.

Geschrieben von Victoria Shinder.