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PJM senkt Prognosen um 6,5 GW, PSEG plant Atom-Deals: Rechenzentrumslast doppelt bepreist

Zwei Berichte vom 3. November beschreiben denselben Markt von zwei Seiten. PJM hat seine Reliability Backstop Procurement neu eingereicht, eine Sonderauktion, die eine Kapazitätslücke von 6,8 GW aus der Base Residual Auction für 2028/29 schließen soll, verursacht durch Rechenzentren. Analysten von Jefferies weisen darauf hin, dass PJM-Versorger ihre kurzfristigen Großlast-Prognosen inzwischen um 6,5 GW gesenkt haben, und schätzen, dass die Beschaffung auf rund 630 MW fallen könnte, oder weniger, wenn Rechenzentrumsentwickler bilaterale Verträge schließen.

Zugleich planen PSEG Power und Constellation Energy eine Leistungserhöhung um 200 MW im gemeinsam betriebenen Kernkraftwerk Salem in New Jersey; Constellations Anteil soll einen atomstromorientierten Liefervertrag mit Google stützen. PSEG-Chef Ralph LaRossa sagte Analysten, das Unternehmen verhandle mit Großkunden über Lieferungen aus bestehender Kernkraft, künftigen Leistungserhöhungen und anderer Erzeugung, und die Ablehnung zentraler Teile von PJMs Plan für den Netzanschluss großer Lasten durch die FERC verlagere die Kostenfragen auf die Bundesstaaten.

Zusammen gelesen zeigen beide, wohin die Nachfrage der Rechenzentren wandert: aus der zentralen Auktion in bilaterale Verträge mit einzelnen Erzeugern. Genau dieses Szenario nennt Jefferies als Grund, warum der Backstop weiter schrumpfen könnte. Es bündelt auch das Betriebsrisiko: PSEGs Quartalsbericht nennt einen bei der Revision von Salem 1 festgestellten beschädigten thermischen Schild im Reaktordruckbehälter, und weitere Prüfungen sollen den Stillstand verlängern.

PJM senkt Prognosen um 6,5 GW, PSEG plant Atom-Deals: Rechenzentrumslast doppelt bepreist
PJM senkt Prognosen um 6,5 GW, PSEG plant Atom-Deals: Rechenzentrumslast doppelt bepreist — Grid Brief

Was das bedeutet

Für Stromkunden ist der Weg zu bilateralen Verträgen überwiegend eine gute Nachricht, weil die Großlast ihre Kosten selbst trägt. Für Netzplaner heißt er, dass die Prognose, die die Auktionen steuert, unzuverlässiger wird, weil die größten neuen Kunden zunehmend außerhalb davon einkaufen.